Maria Aßmuth berichtet über Peru-Reise: „Land der krassen Gegensätze“

Ascheberg -

Bei ihrer vierwöchigen Peru-Reise hat Maria Aßmuth viel gesehen und erlebt: herzliche Menschen, eine wunderschöne Natur, aber auch viel Elend. Für die Ascheberger bereitet das Mitglied der Eine-Welt-Gruppe einen Vortrag vor.

Von Tina Nitsche
Das gelbe Buch war mit von der Partie, als Maria Aßmuth zur Reise nach Peru aufbrach. In dem Tagebuch hat sie Begebenheiten und Wissenswertes festgehalten.
Das gelbe Buch war mit von der Partie, als Maria Aßmuth zur Reise nach Peru aufbrach. In dem Tagebuch hat sie Begebenheiten und Wissenswertes festgehalten. Foto: Tina Nitsche

Türkisfarben tut sich der Gletschersee vor der schroffen Felswand auf. „So etwas Schönes habe ich selten gesehen“, sagt Maria Aßmuth und kann den Blick nur schwer von dem Bild lösen. Eines von unzähligen Fotos, die die Aschebergerin gemacht hat, als sie vier Wochen in Peru unterwegs war.

„Dieser See, er stand im krassen Gegensatz zu dem was wir vorher gesehen haben“, erzählt sie. Denn da war die sechsköpfige Gruppe, zu der neben Aßmuth auch das Herberner Ehepaar Barbara und Reinhard Hartwig zählten, in Huaraz. Ein Ort der 1970 von einem schweren Erdbeben getroffen wurde, das nur wenige Menschen überlebt haben. Wiederaufbau – Fehlanzeige. Die Spuren der Naturkatastrophe sind heute noch sichtbar.

„Schlimmer noch, heute ist das ganze Dorf ein Friedhof, eine Gedenkstätte, niemand lebt hier mehr“, sagt Aßmuth leise. Sie erinnert sich noch ganz genau, in welches Gefühlschaos sie dieser Ausflug stürzte.. „Das ging ganz schön an die Nieren, da musste ich mich beherrschen, um nicht zu weinen“. Entschädigt worden ist sie am nächsten Ziel, das dann auf 3800 Meter Höhe den wunderschönen türkisfarbenen Gletschersee offenbarte. Die Aschebergerin hat viel gesehen auf ihrer langen Reise. „Und noch mehr notiert“, verrät sie und klopft lachend auf den Einband eines gelben Buches. „Mein Reisetagebuch“, erläutert sie. Hier hat sie die vielen Begebenheiten festgehalten, die sie erlebt hat. Denn für ihre ehrenamtliche Tätigkeit in der Eine-Welt-Gruppe hat sie bei ihrem Besuch auch viele wertvolle Informationen erhalten, die sie gerne der Öffentlichkeit mit einem bebilderten Vortrag präsentieren möchte. Bei diesem spielt auch Bischoff Bernado Kühne eine Rolle. Denn der Onkel von Reinhard und Barbara Hartwig war der eigentliche Grund für den Peru-Besuch.

„Denn er hat seinen 90. Geburtstag gefeiert“, erzählt Aßmuth. Sie ist begeistert von dem Geistlichen, der so mit dem Land in dem er arbeitet, verwurzelt ist. „Ein sehr lebendiger Mann, dem man sein Alter nicht anmerkt“, schwärmt sie. Und einer, der auch heute noch aktiv ist. Vor allem jedoch einer, der viel kennt und die kleine Reisegruppe nicht nur an unterschiedlichste Orte wie Lima, Caravelli oder eben auch Huaraz führte, sondern sie auch mit vielen Menschen zusammenbrachte. Menschen, die Aßmuth begeistern. „Alleine die Herzlichkeit dieser Menschen ist schon etwas ganz Besonderes.“ Sie hat viel erlebt in den vier Wochen und natürlich auch Schwester Lambertine, deren Projekte die Eine-Welt-Gruppe Ascheberg unterstützt, besucht. Vor allem aber hat sie gesehen, was mit den überwiesenen Geldern, eine Spende überreichte Aßmuth sogar direkt vor Ort, geschieht. „Und damit wird in der Tat eine ganze Menge bewegt“, erzählt sie unter anderem von der Erweiterung eines Kinderheims. Peru ist ein facettenreiches Land, das viele Komponenten vereint, darunter aber auch atemberaubende Anblicke offenbart, so wie der türkis schimmernde Gletschersee.

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Der Termin für den Peru-Vortrag von Maria Aßmuth steht noch nicht genau fest, wird aber rechtzeitig in den Westfälischen Nachrichten bekanntgegeben.

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