Reinhard Poppe und Dietmar Schwabe geben Löschzugführung ab: Wachablösung bei der Wehr

Ascheberg -

Nach 17 Jahren an der Spitze des Löschzuges Ascheberg legen Reinhard Poppe und sein Stellvertreter Dietmar Schwabe die Leitung in jüngere Hände. Neuer Löschzugführer soll Sven Kahl werden.

Von Siegmar Syffus
Gemeinsam viel erlebt und geleistet haben Reinhard Poppe (l.) und Dietmar Schwabe. Nach 17 Jahren legen sie jetzt die Verantwortung in jüngere Hände. Sven Kahl soll künftig den Löschzug Ascheberg leiten.
Gemeinsam viel erlebt und geleistet haben Reinhard Poppe (l.) und Dietmar Schwabe. Nach 17 Jahren legen sie jetzt die Verantwortung in jüngere Hände. Sven Kahl soll künftig den Löschzug Ascheberg leiten. Foto: hbm

Ein Stabwechsel kündigt sich beim Löschzug Ascheberger an. Nach jeweils 17 Jahren in der Verantwortung stellen Löschzugführer Reinhard Poppe und sein Stellvertreter Dietmar Schwabe ihre Ämter zur Verfügung. „Darüber haben wir die Kameraden am Montagabend informiert“, bestätigt Poppe auf WN-Anfrage.

In die Fußstapfen des 58-Jährigen soll der 36-jährige Berufsfeuerwehrmann Sven Kahl treten. Den Generationswechsel an der Spitze der Wehr sollen Sven Wienströer und Markus Kimmina vervollständigen, die voraussichtlich zu stellvertretenden Löschzugführer aufsteigen. „Aufgrund der Größe des Löschzuges und der vielen Einsätze und sonstigen Termine möchten wir die Verantwortung auf mehr Schultern verteilen“, erklärt Schwabe, warum es künftig zwei, statt nur einen stellvertretenden Löschzugführer geben wird. Offiziell bestätigt ist diese Personalplanung, die zuvor im Löschzug intern besprochen wurde, allerdings noch nicht. Die notwendigen Regularien sind für die Löschzugversammlung am 27. Januar (Samstag) vorgesehen.

„Nach so langer Tätigkeit wird es jetzt Zeit, die Verantwortung in jüngere Hände zu legen“, nennt Poppe den Grund für seinen Rücktritt und betont, dass der anstehende Führungswechsel für den Löschzug nicht unerwartet kommt: „Wir haben gezielt darauf hingearbeitet. Wir haben gut ausgebildete junge Kameraden, die die Verantwortung übernehmen können“, erläutert der scheidende Löschzugführer, der im Januar 1981 („direkt nach der Bundeswehr“) der Ascheberger Wehr beigetreten ist. Vor 17 Jahren übernahm er dann die Leitung von Josef Klaverkamp. Zuvor war er drei Jahre lang stellvertretender Löschzugführer. In diese Position rückte seinerzeit Dieter Schwabe nach.

„Seither hat sich eine Menge verändert. Damals verfügten wir längst nicht über die heutige Technik. Viel mehr musste von Hand gemacht werden“, erinnert sich Poppe. Gleich gut geblieben, sei die Kameradschaft – damals wie heute. „Damit wird man groß bei der Feuerwehr“, unterstreicht der 58-jährige Ascheberger.

Neben vielen schönen Momenten mit den Kameraden sind ihm auch zahlreiche traurige Momente im Rahmen seines ehrenamtlichen Dienstes in Erinnerung geblieben. „Vor allem die schweren Unfälle auf der Autobahn. Das nimmt man mit nach Hause. Heute gibt es eine psychologische Nachbetreuung. Früher musste man selbst damit zurechtkommen.“

„Ich habe damals mit Reinhard Poppe in der Leitung angefangen. Jetzt höre ich gemeinsam mit ihm auf“, sagt Dietmar Schwabe. Beide wollen allerdings auch nach dem Amtswechsel im Löschzug Ascheberg aktiv bleiben. „Wir werden die Kameraden weiterhin unterstützen und unsere Erfahrungen einbringen, wenn wir gefragt werden“, verspricht der 53-Jährige

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Wir haben gut ausgebildete junge Kameraden, die die Verantwortung übernehmen können.

Löschzugführer Reinhard Poppe

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