Holzbasteln der Kolpingsfamilie
Junge Handwerker kommen mit Profi-Hilfe ans Ziel

ASCHEBERG -

Klopfen, hämmern, schleifen – die Geräusche in der Tischlerei Trahe & Adamczyk formieren sich zu einer munteren „Arbeitsmelodie“.

Dienstag, 14.11.2017, 11:11 Uhr

Holzarbeiten gehen mit der Hilfe eines Profis leicht von der Hand. Das erfuhren alle Teilnehmer am Samstag.
Holzarbeiten gehen mit der Hilfe eines Profis leicht von der Hand. Das erfuhren alle Teilnehmer am Samstag. Foto: tani

Klopfen, hämmern, schleifen – die Geräusche in der Tischlerei Trahe & Adamczyk formieren sich zu einer munteren „Arbeitsmelodie“. „Fühl mal“, ruft Joline lachend und hält eine Holzkiste hoch. „Ganz glatt!“ Dem Einsatz von Schleifpapier sei Dank. Joline ist eines von insgesamt 13 Kindern, die am Samstag beim Holzbasteln der Kolpingsfamilie Ascheberg unter die Holzwürmer gegangen sind.

Das Mädchen ist flott, was noch fehlt ist das Innenleben für die Kiste, deren Grundgerüst aus insgesamt sechs Elementen besteht. Diese hat Tischlermeister Stephan Adamczyk am Vortag schon vorbereitet und zurechtgeschnitten. Und eben das Innenleben wird dabei den feinen Unterschied ausmachen.

Holzbasteln der Kolpingsfamilie

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  • Die Kinder untertützten sich auch gegenseitig

    Die Kinder untertützten sich auch gegenseitig

    Foto: tani
  • Für Lars wäre der Tischlerberuf etwas. Er mag es mit Holz zu arbeiten.

    Foto: tani
  • Die kleinen Holzwürmer stellten sich äußerst geschickt an.

    Foto: tani
  • Linus baute mit Hilfe von Ralf Geismann (r.) in der Tisschlerwerkstatt Trahe+Adamczyk eine Getränkekiste.

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  • Die Ecken glatt zu Schmirgeln, das war ein Arbeitsschritt der ebenfalls auf dem Weg zum Getränkehalter bzw. Werkzeugkiste dazugehörte.

    Foto: tani
  • Wer sagt das tischlern reine Männersache ist? Hannah (r.) und Leonie (M.) hatten auf jeden Fall eine Menge Spaß und ließen sich von Tischlermeister Jürgen Trahe in die Kunst der Holzarbeit einweihen.

    Foto: tani
  • Isabell schritt kreativ zu Werke und konzipierte mit Hilfe von Tischlermeister Stephan Adamczyk als einzige eine Schminkkiste.

    Foto: tani
  • Florian, Till und Piet waren mit Feuereifer bei der Sache. Ihnen gefiel die von der Kolpingsfamilie Ascheberg angebotene Holzwerkstatt am Samstag mehr als gut!

    Foto: tani

Joline hat sich für die Variante Flaschenträger entschieden, wie die meisten anderen Kinder auch. „Dafür müssen aber noch Einsätze in die Kiste“, macht sie sich auf den Weg durch die Werkstatt, um diese zu besorgen. Ob dann noch Farbe ins Spiel kommt, das weiß das Mädchen noch nicht. Auch Lars, Tim, Linus, Florian, Leonie, Emma und Antonia entscheiden sich für das Modell Flaschenträger. „Eine Werkzeugkiste brauch‘ ich ja nicht“, schmunzelt Emma. Isabell hingegen beschreitet andere Wege. Sie designed einen für sie notwendigen Gebrauchsgegenstand. „Einen Schminkkoffer“, erzählt sie lachend. Die Arbeit macht ihr Spaß, aber „das wäre kein Beruf für mich, obwohl das Bohren ja echt cool ist. Da würde ich doch lieber Kauffrau werden.“ Ganz im Gegensatz zu Lars. Der mag das Arbeiten mit Holz, und ist ebenso wie Till und Piet voll in seinem Element. „Das wäre ein Beruf für mich“, findet auch Florian. Tischlermeister Jürgen Trahe freut sich darüber. Kollege Adamczyk pflichtet ihm bei: „Gerade im Handwerk, da fehlt der Nachwuchs, da ist es doch schön, wenn diese Aktion dazu beiträgt, dass wir dadurch für den Tischlerberuf begeistern können.“

Angeleitet worden sind die Kinder von ausgebildeten Holzwürmern. Daniel Hegemann, Daniel Neve, Ralf Geismann sowie Stephan Adamczyk und Jürgen Trahe, sind alle vom Fach. Wenngleich nicht mehr alle in dem Beruf arbeiten. Unterstützt worden sind sie von Michael König, Silke Nientidt und Luis Bielefeld. Der Profilschüler hat bereits ein Praktikum in einer Tischlerei absolviert, ein weiteres beim Fliesenleger. Für ihn geht es auf jeden Fall Richtung Handwerk. Ein Berufsfeld, dass nicht ohne „Arbeitsmusik“ auskommt. Egal ob gehämmert, gesägt, gebohrt oder geschliffen wird.

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