20 Jahre Gewerbeverein Pro Ascheberg stärkt das Wir-Gefühl

Ascheberg -

Pro Ascheberg hat das Dorf bunter gemacht. Zum 20-Jährigen zieht Vorsitzender Bernd Heitmann im WN-Gespräch Bilanz.

Vorsitzender Bernd Heitmann ist seit 20 Jahren dabei und zieht Bilanz.
Vorsitzender Bernd Heitmann ist seit 20 Jahren dabei und zieht Bilanz.

Bernd Heitmann gehört zu den Gründern von Pro Ascheberg. Er wurde am 27. November 1997 zum Beisitzer gewählt, war genauso als Presse- und Werbewart im Amt wie als stellvertretender Vorsitzender. Seit zwei Jahren ist Heitmann als Nachfolger von Alfons Growe Vorsitzender des Gewerbevereins. Im Gespräch mit WN-Redakteur Theo Heitbaum ließ er 20 Jahre Pro Ascheberg Revue passieren.

Erinnern Sie sich noch an die Gründungsgeschichte des Vereins?

Heitmann: Sicher. Wir haben Ende 1996, Anfang 1997 den Bedarf gesehen, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Mit elf Unerschrockenen haben wir einen Arbeitskreis gegründet. Es waren einige Treffen nötig, um das Organisatorische zu regeln. Wir haben einen Juristen für die Satzung gebraucht. Und wir mussten viele Kollegen überzeugen, da haben wir dicke Bretter gebohrt. Es hieß nicht Hurra, Pro Ascheberg ist da. Die Gründungsurkunde haben dann 36 Unternehmer unterzeichnet. Zwei Wochen später hatten wir schon 55 Mitglieder, im Moment sind es 94.

Gab es eine erste Aktion, an die Sie sich noch erinnern?

Heitmann: Ja. Das war einen gemeinsame Werbeanzeige zu Weihnachten in den Westfälischen Nachrichten . Das hatte es vorher nicht gegeben. Dahinter stand das Anliegen, ein Wir-Gefühl zu erzeugen und zu stärken. Gemeinsam an einem Strang zu ziehen, war uns besonders wichtig.

Pro Ascheberg heißt für Ascheberg, was hat der Verein für Ascheberg getan?

Heitmann: Wir haben beispielsweise über Werbung einen VW-Bus für die Gemeinde Ascheberg finanziert. Die Gemeinde hatte kein Geld dafür, der Hausmeister benötigte einen Bulli, wir haben es 2000 möglich gemacht. Oder bei der Feuerwehr fehlten Computer, die wir über unser Netzwerk organisiert haben. Und wir unterstützen Ehrenamtliche, die für Ascheberg arbeiten. Wenn Natur und Pflege etwas benötigt, versuchen wir zu helfen.

Wann sind die ersten größeren Aktionen gestartet?

Heitmann: Der erste Weihnachtsbummel war 1998, das Frühlingserwachen und die Gewerbeschau Go West sind 1999 an den Start gegangen. Ein Jahr später war die Gewerbeschau im Norden. Sie sollten sich von Jahr zu Jahr abwechseln, aber der Norden hat nach dem zweiten Mal aufgehört. 2006 gab es die erste Italienische Nacht. Das waren übrigens nur einige Kaufleute, die es ausprobiert haben. Ich glaube, wir waren 15 Aktive, die etwas im Sommer tun wollten. Weil es gut gelaufen ist, hat Pro Ascheberg sich ein Jahr später eingeschaltet. Heue ist das ein Selbstläufer.

Die Weihnachtszeit war dagegen fast die gesamte Zeit ein Experimentierfeld?

Heitmann: So richtig haben wir den Spagat zwischen einem Weihnachtsmarkt und einem Weihnachtsbummel nicht hinbekommen. 2006 gab es beim Schneechaos 20 Buden auf dem Katharinenplatz, aber die Vereine sind wegen des Schnees am Samstag nicht gekommen. Mit dem familienfreundlichen Bummel waren wir auf einem guten Weg, aber dort ist uns der Streit um verkaufsoffene Sonntage in die Quere gekommen.

Von Netzwerk war schon die Rede. Wo ist es erfolgreich gewesen?

Heitmann: Es gibt eine Reihe von Veranstaltungen, die im Kreis von Pro Ascheberg verabredet wurden, die aber der Verein nicht durchgeführt hat. Ich denke an Hochzeitsmessen, Modenschauen, Weihnachtsmessen oder die Männermesse bei Schröer. Da hat es einiges gegeben.

Zuletzt gab es den Adventskalender mit der Bürgerstiftung. An Preise hat es nicht gemangelt?

Heitmann: Wir haben schon viele attraktive Preise bei Verlosungen oder ähnlichen Projekten gehabt, Fahrräder, PCs, Monitore, tolle Reisen wie eine Aida-Kreuzfahrt. Es gab immer etwas Attraktives zu gewinnen.

Mit Herbern Parat gab es dieses Jahr einen gemeinsamen Ausflug. Da wächst etwas zusammen?

Heitmann: Wir waren immer im Gespräch. Jetzt hat es einmal geklappt. Das ist gut so. Ein gemeinsamer Spaziergang soll folgen. Schön ist auch, dass Davensberger bei Pro Ascheberg mitmachen. Wir haben doch alle das gleiche Interesse.

Gibt es offene Wünsche?

Heitmann: Ich möchte, dass der Ascheberger Taler bekannter und öfter genutzt wird. Das ist ein ideales Geschenk. Der Empfänger hat die Möglichkeit, damit in vielen Geschäften zu bezahlen.

Unter dem Strich: Gründung und Einsatz über 20 Jahre haben sich gelohnt?

Heitmann: Zu 100 Prozent. Das war die beste Entscheidung für Handel und Gewerbe. Und das werden wir am Sonntag auch zünftig feiern.

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