Antwort aus Münster Burg-Schule bleibt geschlossen

Ascheberg -

Am Ende war die Dringlichkeits-Entscheidung der Gemeinde Ascheberg ein Sturm im Wasserglas. Die Bezirksregierung wertete das Festhalten an der Burgschule – anders als der Städte- und Gemeindebund - als Antrag auf Neuerrichtung.

Der Davensberger Schulkomplex dient künftig nur noch drei Grundschulklassen. Der Dringlichkeitsantrag zur Burg-Schule wurde zurückgewiesen.
Der Davensberger Schulkomplex dient künftig nur noch drei Grundschulklassen. Der Dringlichkeitsantrag zur Burg-Schule wurde zurückgewiesen. Foto: hbm

Die Gemeinde Ascheberg will die schulischen Perspektiven für förderbedürftige Kinder gezielt weiter entwickeln, auch vor dem Hintergrund geänderter Vorgaben aus Düsseldorf – doch dies kann nicht am Standort der ehemaligen Burg-Schule in Davensberg erfolgen. Das teilte die Gemeinde am Freitag mit.

Auf Anraten des Städte- und Gemeindebundes NRW hatte die Gemeinde im Sommer einen förmlichen Antrag auf Fortführung der Förderschule gestellt. „Wir wollten damit den sprichwörtlichen ‚Fuß in der Tür‘ haben“, kommentiert Bürgermeister Dr. Bert Risthaus. Die Bezirksregierung Münster hat der Gemeinde nun mitgeteilt, dass eine Fortführung nicht in Einklang mit den schulrechtlichen Regelungen steht. Derweil wird eine Nachnutzung für die Räume der Burg-Schule gesucht.

„Unser vorrangiges Ziel, mit allen Beteiligten im Gespräch zu bleiben, haben wir durch den Antrag aber erreicht“, betont Bürgermeister Risthaus: „Aufbauend auf den bisherigen Entscheidungen des Kreistages sollen auch weiterhin die Entwicklungsmöglichkeiten der Förderschulen im Bereich Lernen sowie Emotionale und Soziale Entwicklung gemeinsam analysiert und beobachtet werden.“ Das hätten die Vertreter der Bezirksregierung, der Kreise Warendorf und Coesfeld sowie der Kommunen Lüdinghausen, Senden, Nordkirchen und Ascheberg vereinbart.

Hintergrund für die Entscheidung der Bezirksregierung sei, dass der Betrieb der Burg-Schule zum Schuljahresende 16/17 bereits ausgelaufen war und das Schreiben der Gemeinde als Antrag auf eine Neuerrichtung einer Förderschule zu werten sei. Hier bestehe die Mindestgrößenverordnung für Förderschulen aktuell unverändert fort. Nur für noch bestehende Förderschulen sei die Mindestgrößenverordnung befristet bis zum 31. Juli 2019 ausgesetzt, damit Förderschulen, die die erforderlichen Schülerzahlen aktuell nicht erreichten, zunächst fortgeführt werden könnten. Daher wurde die von der Gemeinde als Schulträger der Burg-Schule beantragte Genehmigung abgelehnt.

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