„Eine Gemeinde liest“: Starken Frauen die Ehre erwiesen

Ascheberg -

Angelika Ludwig und Renate Hamann stellten im Rahmen von „Eine Gemeinde liest“ vier starke Frauen aus der Reformationszeit vor.

Von Theo Heitbaum
„Eine Gemeinde liest“:  Angelika Ludwig (l.) und Renate Hamann stellten im Rahmen von „Eine Gemeinde liest“ vier starke Frauen aus der Reformationszeit vor.
„Eine Gemeinde liest“:  Angelika Ludwig (l.) und Renate Hamann stellten im Rahmen von „Eine Gemeinde liest“ vier starke Frauen aus der Reformationszeit vor. Foto: hbm

Reformation – die Zeit vor 500 Jahren wird vor allen Dingen an Martin Luther festgemacht. Aber es waren auch starke Frauen, die ihren Männern den Rücken stärkten oder im Alleingang etwas zu sagen hatten. Das berichteten Angelika Ludwig und Renate Hamann in der Reihe „Eine Gemeinde liest“ am Samstagabend in der evangelischen Gnadenkirche.

Der bekanntesten Frau hatte das Duo sich schon im Vorjahr gewidmet. Katharina von Bora, die Frau an Luthers Seite, schied darum dieses Jahr aus. Ihren Blick zurück begannen Ludwig und Hamann mit der mutigen Laientheologin Katharina Zell. Sie hat maßgeblich zum ersten Gesangbuch auf Deutsch beigetragen, neben dem Schreiben und Reden, aber auch zugepackt, etwa als Flüchtlingshelferin.

Margarete Blarer, eine Leinenhändlerin vom Bodensee, war die zweite Frau, deren aktiven Beitrag zur Reformation das Duo herausarbeitete. Als unverheiratete Unternehmerin hätte man bei ihr, so Bruder Ambrosius, besser die Zügel angezogen, als die Sporen gegeben.

Noch streitbarer war Ottilie Münzer, die an der Seite des Radikal-Reformers Thomas Münzer lebte. Die Position der Münzers im Reformationsprozess erklärt sich mit den Verhältnissen in Zwickau, wo Hunderte Weber arbeitslos geworden waren. Elisabeth Sam, eine verarmte Magd, die einen Pfarrer heiratete, und mit ihm stark an der Liturgie für die neue Religion arbeitete, rundete den Abend ab.

Leserkommentare
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5073791?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F158%2F