Bahnstrecke Münster - Dortmund
Eurobahn erhält Zuschlag bis 2030

Ascheberg -

Die Eurobahn fährt auch über 2018 hinaus auf der Strecke Münster - Dortmund. Dieses Ergebnis brachte jetzt eine europaweite Ausschreibung. Geplant ist ein Plus ab 2018.

Freitag, 09.10.2015, 08:10 Uhr

 
  Foto: hbm

Die Eurobahn bleibt auf der Strecke Münster - Dortmund über 2018 hinaus aktiv. Dem Unternehmen Keolis wird das Hellwegnetz, zu dem diese Strecke gehört, bis 2030 anvertraut. Ein rechtskräftiger Zuschlag erfolgt nach einer Frist, in der die unterlegenen Bewerber Gelegenheit haben, die Entscheidung, bei der der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe die Feder führte, nachzuvollziehen. Der Betrieb auf dieser Strecke war europaweit ausgeschrieben worden.

Das Hellwegnetz umfasst vier Strecken: „Der Lüner“ ist zwischen Münster und Dortmund unterwegs, die „Hellweg-Bahn“ verbindet Dortmund mit Soest, die „Ems-Börde-Bahn“ Münster - Hamm - Bielefeld und die „Ems-Börde-Bahn“ Münster- Hamm - Paderborn - Warburg. Keolis bedient dieses Netz seit der ersten europaweiten Vergabe im Netz 2008. Nach zwölf Jahren wurde es nun neu ausgeschrieben. „Wir konnten ein höchst attraktives Angebot abgeben. Dieses umfasst spürbare Verbesserungen für die Fahrgäste in der Region“, freut sich Thomas Görtzen , Geschäftsführer von Keolis Deutschland, über den Zuschlag. Zweiter Aspekt für ihn: „Wird der beabsichtigte Zuschlag erteilt, so schafft dies eine klare Perspektive für unsere Kolleginnen und Kollegen, die heute bereits jeden Tag eine großartige Leistung auf den Linien des Hellweg-Netzes erbringen.“

Zur Eurobahn-Geschichte auf der eingleisigen Strecke Münster - Dortmund gehören klemmende Türen im Winter, halbierte Züge, überfüllte Abteile, gestrandete BVB-Fans nach Europapokalspielen, Verspätungen und mehr. „Der Lüner“ gehört zu den unpünktlichsten Zügen in Deutschland, räumte Markus Klugmann, Marktleiter bei der Eurobahn, noch im Sommer im Ascheberger Fachausschuss ein. Nach dem Abstellen von Kinderkrankheiten arbeitet das Unternehmen aktuell daran, Mängel abzustellen. So wurde gerade das Werkstatt-Team erweitert, wurde bei den Instandhaltern eine Nachtschicht eingeführt.

Statistisch belegt ist, dass 50 Prozent aller Verspätungen dem Vorbeilassen von Intercitys geschuldet sei. Immerhin drei Viertel aller Fahrten erreichen das Ziel nicht pünktlich.

Der neue Vertrag wird mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 gültig und läuft bis 2030. Zum Angebot der Keolis gehört, dass gerade auf der Strecke Münster - Dortmund fünfteilige Züge eingesetzt werden. „Damit würde sich das Sitzplatzangebot speziell auf der heute bereits sehr stark nachgefragten Linie in der Spitze um bis zu 20 Prozent erhöhen“, verrät Thomas Görtzen. Verstärken will die Eurobahn auch die Zahl der Zugbegleiter. Ab Dezember 2018 werden 50 Prozent aller Fahrten vor 19 Uhr und 100 Prozent ab 19 Uhr begleitet. Bisher werden über den Tag nur 40 Prozent aller Fahren begleitet.

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