Festtag Mariä Geburt Marienprozession in Eggerode

Eggerode -

Seit mehr als 650 Jahren wird in Eggerode, dem zweitältesten Wallfahrtsort des Bistums Münster, der Festtag Mariä Geburt in besonderer Weise gefeiert. Der Sonntag in der ersten Septemberwoche bildet den feierlichen Abschluss der Marienfestwoche.

Das Gnadenbild ist am Sonntag bei der Marienprozession durch den Wallfahrtsort getragen worden.
Das Gnadenbild ist am Sonntag bei der Marienprozession durch den Wallfahrtsort getragen worden. Foto: Alfons Körbel

Das Pontifikalamt zum Patronatsfest feierte am vergangenen Sonntag Abt em. Stephan Schröer . Er war von 1976 bis 2001 Abt der Benediktinerabtei Königsmünster in Meschede.

Mit Fahnenabordnungen waren die Pilger aus den Gemeinden Schöppingen, Gemen, Osterwick, Darfeld und Holtwick in den Ort eingezogen, nach altem Brauch zuerst durch die Gnadenkapelle „Unsrer Lieben Frau vom Himmelreich“.

Das Festhochamt am Freialtar wurde mitgestaltet vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Schöppingen, dirigiert von Rüdiger Wolbeck, und dem gemeinsamen Chor aus Schöppingen, Gemen und Eggerode unter Leitung von Christa Teltenkötter.

Die Festpredigt begann Abt Stephan Schröer mit dem Blick auf die Marienstatue. Sie sei das Ziel der Wallfahrt, an dem man aufatmen könne. Seine Gedanken gipfelten in einer Warnung: „Vergraben Sie sich nicht in eine Kultur der Wehleidigkeit. Jeder ist gefordert. Übernehmen Sie Verantwortung“, forderte er die Pilger auf. „Mit dem Alter wird jeder Tag spannender. Ich lebe gerne“, bekannte er.

Nach der Messe wurde das Gnadenbild in einer Prozession durch Eggerode getragen. Die Marienprozession endete mit dem Eggeroder Wallfahrtslied und einer Statio an der Gnadenkapelle, wo Abt Stephan Schröer die Pilger entließ.

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