KAB-Veranstaltung „Gemeinde Aktuell“ „Es wird viel Bewegung geben“

Heek -

Von Stillstand keine Spur. „Auch in 2018 wird es in der Gemeinde Heek wieder viel Bewegung geben“, zeigte Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff bei seinem Ausblick auf der KAB aktuell-Veranstaltung am Sonntagvormittag im „Hotel am Markt“ anhand zahlreicher Beispiele auf. Die Planungen reichen vom Straßenausbau über das Andenken der Ortskernverdichtung bis hin zum Breitbandausbau.

Von Susanne Menzel
Die KAB-Heek mit ihrem Vorsitzenden Christian Hilbring übergab den Erlös vom Weihnachtsmarkt in Höhe von 500 Euro an die Vertreterinnen der Seniorengemeinschaft.
Die KAB-Heek mit ihrem Vorsitzenden Christian Hilbring übergab den Erlös vom Weihnachtsmarkt in Höhe von 500 Euro an die Vertreterinnen der Seniorengemeinschaft. Foto: Susanne Menzel

Zunächst aber blickte der Verwaltungschef im Schnelldurchlauf auf das Jahr 2017 zurück. Die Vermarktung der Baugebiete Strootbach in Heek sowie derer in Nienborg zählte Franz-Josef Weilinghoff auf. Sechs bis sieben Grundstücke seien im Strootbach derzeit noch frei: „Dafür gibt es allerdings schon Vormerkungen. Und wir müssen uns nun Gedanken über eine Weiterentwicklung machen, um die Nachfrage weiterhin bedienen zu können.“

Im Bereich Heek-West sind im vergangenen Jahr mehrere Gewerbeflächen veräußert worden, die sich bereits in der Bebauung befinden. „Jetzt müssen auch die ehemaligen Hülsta-Flächen entwickelt werden.“

Die Investitionen in die Kita-Erweiterung St. Marien, der Bau der Flüchtlingsunterkunft an der Stroot, die Gründung einer Jugendfeuerwehr („Als eine der letzten im Kreis“), der neue Werkraum in der Kreuzschule oder auch der Zukunftsdialog 2020 im Hinblick auf die Sportentwicklung, der gemeinsam mit den Vereinen angestoßen wurde, die Einweihung des Feuerwehrgerätehauses in Heek wie auch der Brandschutzplan 2017 bis 2020 waren weitere Eckpunkte.

Beim Haushalt verwies der Bürgermeister auf die Gewerbesteuer als wichtigste Einnahmequelle für die Gemeinde: „Leider sind die Zahlen hier etwas rückläufig. Mittelfristig rechnen wir aber wieder mit einer Steigerung.“ 50 Prozent der Einnahmen des Gemeindehaushaltes werden an Dritte wie das Jugendamt, in Form der Kreisumlage oder als Landschaftsausgabe an den LWL weiter gegeben. Auch die Unterhaltung der gemeindeeigenen Gebäude schlägt mit hohen Summen zu Buche. Franz-Josef Weilinghoff: „Dazu müssen wir uns jetzt Gedanken machen und uns vielleicht von kostenintensiven älteren Objekten trennen.“ Gering seien mit zwölf Prozent dagegen die Personalausgaben in der Verwaltung: „Da sind wir Klassenbester im Kreis.“

Hinsichtlich der Perspektiven und Erwartungen für 2018 nannte der Bürgermeister das Dauerthema „demografische Entwicklung“: „Hier geht es vor allem um Wohnalternativen. Welche Formen sind hierzu gewünscht? Und wir müssen darauf achten, einen Donut-Effekt zu vermeiden, bei dem Menschen verstärkt in die Außenbereiche abziehen und der Innenbereich verwaist.“

Schulisch setze die Kommune auf interkommunale Zusammenarbeit mit Legden und Ahaus. Franz-Josef Weilinghoff: „Es werden ja nicht mehr Kinder geboren, auch wenn von einem angeblichen Babyboom die Rede ist.“

Im Bereich IT/Digitalisierung blicke die Gemeinde etwa mit dem interaktiven Haushalt im Internet nach vorne, bediene die sozialen wie auch die konventionellen Kanäle: „Eine reizvolle, aber auch aufwendige Tätigkeit. Mit der Heek-App und unserem Facebook-Auftritt sind wir schon weiter als viele andere, die noch darüber reden, während wir es schon umsetzen.“

Im Hinblick auf alternative Mobilität, Stichwort Elektroauto, müsse sich Heek neu aufstellen.

An konkreten Aktivitäten steht mit einer Millioneninvestition der Ausbau der Ochtruper Straße sowie der eines Teilabschnittes der Eper Straße in Nienborg an. Die Zu- und Abfahrt zur A31 im Industriegebiet wird demnächst durch eine Ampel geregelt. Bei der Dorf-Innenverdichtung regte Franz-Josef Weilinghoff an, den Abriss, Neubau und die Vermarktung des Gemeindeobjektes Bahnhofstraße 33-35 zu überdenken. Auch an der Eper Straße gebe es einige Grundstücke, die die Politik diesbezüglich in den Blick nehmen könnte.

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