Entwurf für 2018
Gemeinde Heek: Defizit im Haushalt sinkt

Heek -

Das Defizit im Haushalt der Gemeinde Heek sinkt. War in diesem Jahr noch ein Minus von fast 1,26 Millionen Euro vorgesehen, plant Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff im neuen Jahr noch mit einem Defizit von knapp 264 000 Euro.

Donnerstag, 21.12.2017, 06:12 Uhr

Das Defizit im Haushalt der Gemeinde Heek sinkt. War in diesem Jahr noch ein Minus von fast 1,26 Millionen Euro vorgesehen, plant Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff im neuen Jahr noch mit einem Defizit von knapp 264 000 Euro. Das geht aus dem Haushaltsentwurf hervor, den Weilinghoff am Mittwochabend dem Gemeinderat präsentierte.

Dabei stehen Erträgen von rund 15,1 Millionen Euro Aufwendungen von 15,3 Millionen Euro gegenüber.

Für das sinkende Defizit gibt es mehrere Gründe. Zum einen erhält die Gemeinde 2018 erstmals wieder Schlüsselzuweisungen: Das sind zusätzliche Einnahmen von rund 960 000 Euro. Zum anderen ist der Gesamtaufwand um rund 580 000 Euro niedriger angesetzt als noch im laufenden Jahr.

Das liegt vor allem an den gesunkenen Transferaufwendungen, bei denen der Bürgermeister von einer Belastung ausgeht, die um rund eine Million Euro sinkt. Allein die sozialen Leistungen gehen um 350 000 Euro zurück.

Schwarze Zahlen schreibt die Gemeinde dennoch auch 2018 nicht. „Der Unterhaltungsaufwand steigt stetig, insbesondere bei der Gebäudebewirtschaftung“, betonte der Bürgermeister. Dies spiegelt sich auch in den Zahlen wider. Jene Unterhaltungskosten sind dort mit etwa 130 000 Euro mehr als noch in diesem Jahr angesetzt. Auch die prognostizierte Gewerbesteuer sinkt, voraussichtlich um 250 000 Euro auf 3,75 Millionen Euro. Die Hebesätze für die Grundsteuer A und B sowie für die Gewerbesteuer bleiben unverändert.

Die insgesamt fehlenden 263 980 Euro sollen der fiktiven Ausgleichsrücklage entnommen werden. Damit würde die Rücklage am 31. Dezember 2018 noch rund 2,5 Millionen Euro betragen. Die Allgemeine Rücklage in Höhe von knapp 20,6 Millionen Euro tastet die Gemeinde wie in den vergangenen Jahren nicht an.

Positiv auf die fiktive Haushaltsrücklage ausgewirkt hat sich das Ergebnis für 2016. Hier war in den vergangenen Jahren von einem Defizit von über eine Million Euro ausgegangen. Im jetzigen Haushaltsentwurf weist das Ergebnis für 2016 dagegen ein Plus von über 20 000 Euro auf.

Ab 2019 geht der Bürgermeister dann wieder von einem positiven Ergebnis aus. Allerdings unterstrich er, dass der Haushalt auch jetzt schon „ausgeglichen“ sei – allerdings unter Inanspruchnahme der Rücklage.

Die geplanten Investitionen bewegen sich weiterhin auf sehr hohem Niveau. Schon in diesem Jahr war bei dem Betrag von 9,3 Millionen Euro von einem „Novum in der Geschichte“ gesprochen worden. 2018 sind 7,3 Millionen Euro für Investitionen vorgesehen. Dafür sollen neue Kredite von über drei Millionen Euro aufgenommen werden.

Dieses Geld soll unter anderem in die Vermarktung der Hülsta-Immobilie mit einer Fläche von rund 8,2 Hektar fließen. Ebenso profitieren sollen die Dorf-Innenentwicklung und der Straßenbau. Es steht der Ausbau der Ochtruper Straße an sowie weitere Maßnahmen an der Eper Straße. An der Auffahrt zur A 31 sollen zwei Ampeln entstehen.

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