Bürgermeisterin reagiert auf Kritik der Kaufmannschaft
„Ich gebe den Enthusiasmus nicht auf“

Gronau -

Die Kritik der Kaufmannschaft war hart. Das Ziel, die Fertigstellung des Drio-Projektes sehe sie in weiter Ferne, so Mechtild Hölscher während der Versammlung des Cityrings in der vergangenen Woche. Bei allem Verständnis für die Situation des Einzelhandels vor Ort kann Bürgermeisterin Sonja Jürgens die Schelte nicht verstehen. Zumal sie, wie sie betont, kurz zuvor noch ein längeres Gespräch (Jürgens: „Es war ein positiver Dialog“) mit Vertretern der Kaufmannschaft geführt habe, für das der Cityring-Vorstand ihr (wie auch für die Beantwortung eines Fragenkataloges) ausdrücklich gedankt habe.

Dienstag, 17.04.2018, 06:04 Uhr

Bisher gibt es Gronaus neue Innenstadt nur auf dem Plan. Bürgermeisterin Sonja Jürgens glaubt fest daran, dass aus der Planung Realität wird. Foto: Hoff/List

Was die nächsten Schritte angeht, verweist Jürgens auf einen sehr konkreten Fahrplan: „Alle notwendigen Vorarbeiten für den Abbruch sind gelaufen“, so die Bürgermeisterin. Noch für April ist die Submission (Ende der Eingangsfrist für Angebote) des Auftrags für den Hertie-Abbruch terminiert. In der nächsten Ratssitzung werde die Verwaltung zudem die Entwürfe der Verträge vorliegen, die inzwischen mit den Projektentwicklern erarbeitet worden seien. „Das ist der einzige Schritt, der uns noch vom Hertie-Abbruch trennt“, macht Jürgens deutlich. „Und dann geht das Ganze praktisch los“. Sie hält eine Vertragsunterzeichnung in den nächsten Monaten für realistisch, und sie ist mit dieser Einschätzung nicht allein. Auch die Vertragspartner (Projektentwickler) sehen das so, wie Jürgens aus einer Mail zitiert: „Wir möchten uns nochmals herzlich bedanken für das konstruktive Gespräch am vergangene Donnerstag. Mit den erzielten Ergebnissen konnten wir aus unserer Sicht einen Meilenstein bei den Vertragsverhandlungen legen. Wir gehen aus heutiger Sicht davon aus, dass es gelingen wird, den Vertrag bis zur Sommerpause unterzeichnet zu haben“, schreibt Michael Garstka, Geschäftsführer von der List Develop Commercial GmbH.

Von den kritischen Stimmen der letzten Tage lässt sich Jürgens nicht beirren: „Ich will und werde nicht den Enthusiasmus und das positive Denken aufgeben, dass wir künftig eine schöne Innenstadt haben werden. Davon lasse ich mich nicht abbringen.“ Zugleich macht sie aber auch deutlich, dass es positive Veränderungen ohne Beeinträchtigungen während der Bauphase nicht geben könne. Auch darüber müssten sich alle Beteiligten im Klaren sein.

Wie sehr Verwaltung, Politik und Projektentwickler an der Umsetzung des Drio- und Innenstadtprojektes arbeiten, wird nach Jürgens Aussage auch mit Blick auf die intensiven Absprache miteinander deutlich: „Alle drei Wochen finden Gespräche mit den Projektentwicklern statt, regelmäßig wird im Bauausschuss über den aktuellen Stand des Projekts berichtet und außerdem stehen wir als Verwaltung in der ständigen Rückkopplung mit dem Ältestenrat.“

Die Bürgermeisterin: „Ich bin sehr dankbar dafür, dass Projektentwickler, Rat und Verwaltung nicht aus dem Augen verlieren, dass die Innenstadtentwicklung für Gronau immens wichtig ist und wir auf dem Weg dorthin die Hürden gemeinschaftlich nehmen müssen. Wir alle arbeiten sehr konzentriert daran, die Quartierentwicklung, die diese Stadt dringend braucht, zu verwirklichen.“ Und dann fügt sie – vermutlich mit Blick auf die aktuell laut gewordene Kritik – hinzu: „Was andere machen, um dieses Projekt voranzubringen, obliegt denen.“

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5666278?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F
Udo kommt unter‘n Lötkolben
Nur ein Fußabdruck blieb von der kleinen Udo-Statue, der Rest wurde gestohlen. Die große Statue kehr zurück auf den Sockel, sobald Udo geflickt worden ist.Im Moment ruht sie auf dem Bauhof, soll aber nach der Sommerpause wieder auferstehen: die Udo-Lindenberg-Statue.
Nachrichten-Ticker