Heimatverein diskutierte mit Kommunalpolitik über Gestaltung von Neubau-Vorhaben im Eper Ortskern
Ortsbild-Pflege statt „Flachklötze“

Epe -

Der Eper Heimatverein ist in Sorge: Immer häufiger werden nach Ansicht des Vorstandes giebel- und traufenständige Häuser im Eper Ortskern durch „Flachklötze“ ersetzt. Anders als der Ausschuss für Bauen, Planen und Umweltschutz ist der Heimatverein nicht der Meinung, dass sich viele dieser Neubau-Vorhaben „der Bauweise in der näheren Umgebung“ anpassen. Heimatvereins-Vorsitzender Wilhelm Kemper äußerte jetzt in einem Gespräch mit Vertretern der Ratsfraktionen die Befürchtung, dass in kurzer Zeit der „dörfliche und kleinstädtische Charakter“ Epes nicht mehr erkennbar sei.

Freitag, 12.01.2018, 09:01 Uhr

Vertreter verschiedener Ratsfraktionen diskutierten jetzt mit Vertretern des Eper Heimatvereins über Möglichkeiten des Erhalts der dörflichen Strukturen bei der Umsetzung von Neubauvorhaben im Eper Ortskern, v.l. Robert Brandt (Linke). Lindsey Kernebeck und Werner Bajorath (SPD), Udo Buchholz (GAL), Wilhelm Kemper (Heimatverein Epe), Martin Dust (CDU), Josef Brefeld (Heimatverein Epe) und Erich Schwartze (FDP), Herbert Krause (Pro Bürgerschaft) konnte krankheitsbedingt nicht teilnehmen.
Vertreter verschiedener Ratsfraktionen diskutierten jetzt mit Vertretern des Eper Heimatvereins über Möglichkeiten des Erhalts der dörflichen Strukturen bei der Umsetzung von Neubauvorhaben im Eper Ortskern, v.l. Robert Brandt (Linke). Lindsey Kernebeck und Werner Bajorath (SPD), Udo Buchholz (GAL), Wilhelm Kemper (Heimatverein Epe), Martin Dust (CDU), Josef Brefeld (Heimatverein Epe) und Erich Schwartze (FDP), Herbert Krause (Pro Bürgerschaft) konnte krankheitsbedingt nicht teilnehmen. Foto: Josef Pieper

Der Vorstand des Heimatvereins Epe hatte die Kommunalpolitiker zu einer Diskussion über dieses Thema ins Heimathaus eingeladen. Noch während der Dorfsanierung von Epe in den 1970er- Jahren habe man großen Wert auf Giebel und Traufen gelegt. Angesichts der zuletzt neu entstandenen und der gegenwärtig in Planung und Bau befindlichen Häuser im Ortsinneren entstehe indes der Eindruck, dass das Festhalten an diesen Strukturen gänzlich aufgegeben worden sei, so die Auffassung des Heimatvereins.

In einer kurzen Bilderschau (Gronauer Straße – Parkweg, Agathastraße – Bernhardstraße, Steinfurter Straße – Gasstraße) stellten die Mitglieder des Heimatvereins dar, wie an Standorten ehemaliger Giebelhäuser Gebäude mit Flachdach entstanden sind. Auch die Planung für die Fläche im Bereich Antoniusstraße/Oststraße lasse erwarten, dass hier ebenfalls große „Klötze“ entstehen, die nicht ohne Weiteres in die Umgebung passen.

Der Vorstand machte gegenüber der Politik deutlich, dass es nicht darum gehe, den Investoren das Bauen wesentlich zu erschweren. Dennoch sollten bei der Realisierung von Neubauten die Interessen aller Bürger stärker berücksichtigt werden. So regt der Heimatverein an, über eine Gestaltungssatzung nachzudenken, wie es sie in anderen Kommunen für Kernbereiche schon seit Jahren gibt. Eine solche Satzung könne dazu beitragen, bestimmte wesentliche Elemente des dörflichen Charakters zu erhalten. Vielleicht müsse allerdings dazu zunächst herausgearbeitet werden, worin der besondere Charakter des Eper Ortskern besteht.

Die am Gespräch teilnehmenden Politiker nahmen die Anregungen des Heimatvereins durchaus positiv auf, so der Heimatverein in einer Zusammenfassung. Einigkeit habe darüber bestanden, dass – unter Berücksichtigung der Anregungen – eine intensivere Auseinandersetzung mit der Thematik sinnvoll sei. Über gemeinsame Lösungswege soll beraten werden. In einem konkreten Fall will die Politik sich nach Angaben des Heimatvereins in der nächsten Zeit intensiv kümmern, so ein weiteres Fazit des Gespräches. Wilhelm Kemper dankte am Ende für die Möglichkeit, die Anregungen des Vereins mit der Politik zu diskutieren.

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