Agatissimo und Twents Capella Ensemble Weihnachtskonzert nach Weihnachten

Epe -

„Wir hatten ja keine Ahnung, auf was wir uns da einlassen“, so Jürgen Etzrodt, Leiter des Chors Agatissimo in der St.-Agatha-Gemeinde Epe. „Wir waren total unsicher, ob nach den Festtagen überhaupt noch jemand Interesse an einem Chorkonzert hat.“ Die Idee klingt ja auch etwas schräg: ein Weihnachtskonzert nach Weihnachten. Aber sie war erfolgreich: Die Plätze in der Kirche waren fast vollständig besetzt, als Pfarrer Thorsten Brüggemann Besucher und Chöre begrüßte.

Agatissimo und Twents Capella Ensemble sangen auch gemeinsam beim Konzert in der Agatha-Kirche
Agatissimo und Twents Capella Ensemble sangen auch gemeinsam beim Konzert in der Agatha-Kirche Foto: Norbert Diekmann

Das Programm des Abends wurde nicht nur von den Sängerinnen und Sängern des Eper Chores Agatissimo bestritten. Sie wechselten sich mit den zehn Sängern des Twents Capella Ensemble ab. Während Agatissimo zur Einstimmung den Song „African Noël“ (Afrikanische Weihnachten ) vortrug, eröffnete das Twents Capella Ensemble seinen Part mit Johann Sebastian Bachs „O Jesulein süß“. Und so ging es unterhaltsam in munterer Folge durch die Jahrhunderte und Musikkulturen.

Aus den Reihen des Eper Chores heimsten Andrea Terlinde und Jana Holz als Solistinnen verdienten Beifall ein. Ton Langendonk, Jürgen Etzrodt und René Hazenkamp waren die Solosänger auf Seiten der Sänger des Twenter Ensembles.

Beide Chöre zeigten im Schlussauftritt, dass sie auch gemeinsam einen starken Musikvortrag hinbekommen. Mit „Freedom is coming“ und „You raise me up“ leiteten sie über von der weihnachtlichen Stimmung zum Ausblick auf eine den Jahreswechsel und die damit verbundenen Wünsche und Hoffnungen.

Starker Applaus der zahlreichen Besucher war der verdiente Dank für die Sängerinnen und Sänger, der beim Beifall für den Solisten René Hazekamp zu orkanartiger Stärke anschwoll. Die Kollekte nach dem Konzert wurde von den Chören der Aktion „Schulgeld für Uganda“ der Chorgemeinschaft St. Agatha gewidmet. Über 1100 Euro wurden gespendet, auch das ein deutliches Zeichen, dass es den Besuchern gefallen hat. Mit dieser Spende wird die Aktion in die Lage versetzt, einer größeren Zahl von Studenten Beihilfen zu den Studien- und Prüfungsgebühren zu leisten. Ohne diese Unterstützung wäre ein Studienabschluss angesichts der steigenden Gebühren und der galoppierenden Inflation kaum möglich.

Die Idee „Konzert nach Weihnachten“ hat sich bewährt. Sie könnte zu einer festen Einrichtung im Kalender der Gemeinde und des Musiklebens in Epe werden.

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