SGW antwortet auf Fragen der WN-Redaktion Befüllung mit Reststoffen: Zementschlamm denkbar

Epe -

Bei der Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative Kavernenfeld (BIK) am Montagabend wurden eine Reihe von Fragen gestellt, die während der Veranstaltung nicht beantwortet werden konnten. Zwei dieser Fragen hat die WN-Redaktion an die Salzgewinnungsgesellschaft Westfalen (SGW) gerichtet.

Das Medieninteresse an den Geschehnissen im Amtsvenn hat nachgelassen – hier ein Archivbild aus 2014. Die Bewohner des Kavernenfeldes aber haben weiterhin viele Fragen, auf die sie gerne Antworten erhalten würden.
Das Medieninteresse an den Geschehnissen im Amtsvenn hat nachgelassen – hier ein Archivbild aus 2014. Die Bewohner des Kavernenfeldes aber haben weiterhin viele Fragen, auf die sie gerne Antworten erhalten würden. Foto: Klaus Wiedau

Soll es eine weitere Aussolung („Vergrößerung“) von Kavernen geben, in denen bereits Öl oder Gas eingespeichert ist?

Dazu Martin Gritzbach , Sprecher der SGW: „Es gibt Kavernen, die mit Sole befüllt sind. Es steht zur Diskussion, ausschließlich diese Kavernen entsprechend gebirgsmechanischem Gutachten und bereits erteilter Genehmigung weiter auszusolen, wenn diese Kavernen nicht als Gasspeicher genutzt werden.“

Besorgniserregend ist für viele Bewohner des Kavernenfeldes auch der Gedanke, in den Kavernen könne künftig Müll oder giftiger Abfall dauerhaft gelagert werden. Frage an die SGW: Soll es eine Einlagerung von Reststoffen in Kavernen geben?

Gritzbach: „Es wird keine Befüllung von Kavernen mit radioaktiven Stoffen oder mit Hausmüll geben. Die SGW befasst sich intern derzeit mit verschiedenen Stilllegungskonzepten von Kavernen, wozu auch die Befüllung der Kavernen mit Reststoffen in Form von Zementschlämmen gehört. Es gibt derzeit keine Genehmigungs- oder Antragsverfahren zur Befüllung der Kavernen mit Reststoffen.“

Leserkommentare
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5146141?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F103%2F150%2F