Landesverband Bergbaubetroffener NRW (LVBB) stellt seine Arbeit vor Unbequem werden, um etwas zu erreichen

Epe -

Zu Beginn der Versammlung stellten Ulrich Behrens und Klaus Wagner den 2006 ins Leben gerufenen LVBB, seine Aufgaben, Ziele und Forderungen vor. Zudem beantwortete er Fragen. Der Landesverband vertritt (einschließlich der BIK) elf Bürgerinitiativen in NRW mit zigtausenden Mitgliedern und ihre Interessen im Konflikt mit Steinkohle-, Braunkohle- und Salzbergbau, Gesteinsabbau und Fracking.

Von Klaus Wiedau
Klaus Wagner und Ulrich Behrens (r.) stellten der Versammlung den LVBB und seine Arbeit vor.
Klaus Wagner und Ulrich Behrens (r.) stellten der Versammlung den LVBB und seine Arbeit vor. Foto: Klaus Wiedau

„Das Ziel ist der Schutz des Menschen, der Umwelt und der Infrastruktur“, so Behrens . Es gehe aber auch um Verhinderung weiteren Steinkohleabbaus und von Fracking sowie um die Beendigung des Braunkohlebergbaus. Der Verband betreibe keine Bergschadenbearbeitung, sondern sorge durch intensive Öffentlichkeitsarbeit dafür, dass Bergbaubetroffene wahrgenommen werden, sieht sich als Ansprechpartner für Landesregierung und Politik, setzt sich für die Erweiterung der Bergschadensvermutung ein, arbeitet mit Schlichtungsstellen und hat Rederecht im Unterausschuss Bergbausicherheit des Landtages NRW. Die Liste der Wünsche und Forderungen des Verbandes, die Behrens skizzierte, war lang. Sie reichte von der Novellierung des Berg-Gesetzes, der Verbesserung der Entschädigungsregelungen für Gesundheits-, Vermögens- und Sachschäden über Stichworte wie Gebäudezustandserfassung, Schlichtung, Nachbergbau-Maßnahmen (Sanierung von Flächen, Renaturierung von Halden, Grubenwasseraufbereitung) bis hin zum dauerhaften Monitoring in der Bergbau-Nachfolge.

Aus den Erfahrungen der bisherigen Arbeit des LVBB rief Behrens die BIK-Mitglieder dazu auf, durch Aktivitäten auf sich und die Probleme vor Ort aufmerksam zu machen. „Wenn man nicht unbequem wird, erreicht man nichts.“ Auch die kommunale Politik sei hier im Interesse der Bürger gefordert. „Die Verwaltung hat schon die Möglichkeit, Nadelstiche zu setzen“, so Behrens. Dass die Bürgermeisterin an dem Treffen der BI teilnehme, wertete er als gutes Zeichen. Das habe er im Ruhrgebiet auch schon anders erlebt. In Dorsten etwa, „da hat die Kommune gegen uns gearbeitet“.

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