53-Jähriger konzentriert sich auf sein Unternehmen Martin Ellerkamp legt Ratsmandat nieder

Alstätte -

Zum letzten Mal nimmt CDU-Ratsherr Martin Ellerkamp heute im Ahauser Ratssaal Platz. Der Alstätter legt sein Ratsmandat zum Ende des Monats nieder, für ihn rückt Michaela Blickmann nach. Nach einem Arbeitsunfall will sich der 53-Jährige jetzt auf sein Unternehmen konzentrieren.

Von Rupert Joemann
Viel Glück für die neue Aufgabe wünscht der scheidende CDU-Ratsherr Martin Ellerkamp seiner Nachfolgerin Michaela Blickmann.
Viel Glück für die neue Aufgabe wünscht der scheidende CDU-Ratsherr Martin Ellerkamp seiner Nachfolgerin Michaela Blickmann. Foto: Rupert Joemann

„Gestalten ist schon eine tolle Sache“, zieht Martin Ellerkamp ein positives Fazit seiner achtjährigen Ratstätigkeit. Vor allem mit den letzten Jahren ist er zufrieden. „Wir haben einiges abgearbeitet“, sagt Ellerkamp.

Er verschweigt aber nicht, dass es in den ersten Jahren schwierig gewesen sei, bei Verwaltung und Politik in Ahaus mit Alstätter Themen durchzukommen. Das habe sich in den vergangenen Jahren jedoch gewandelt, so Martin Ellerkamp.

Als positiv sieht er an, dass die Diskussion um den Dorfplatz angestoßen ist und einige Baugebiete entweder bereits abgeschlossen oder aber zumindest ebenfalls angestoßen sind. „Auch die Nachnutzung der Hauptschule ist super gelaufen“, sagt der 53-Jährige und betont hier die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung.

Das größte Projekt, das Martin Ellerkamp mit viel Herzblut und großem Zeitaufwand erfolgreich begleitet hat, ist die anstehende Umsiedlung der Hofstelle Wigber. „Das hat mich viel Kraft gekostet“, gibt der Familienvater zu.

Die Bedeutung seines Einsatzes wird wahrscheinlich erst in Jahren sichtbar. Denn durch die Umsiedlung Wigbers behält Alstätte Entwicklungspotenzial. Das hat Martin Ellerkamp frühzeitig erkannt.

Doch es gab nicht nur Erfolge. Der 53-Jährige erinnert sich noch an die Diskussion vor etlichen Jahren um die Alte Turnhalle. Aus dem Scheitern hat er eins gelernt: „Man muss immer die Bürger mit ins Boot holen.“ Damals wäre schon alles geregelt gewesen, selbst die Finanzierung habe gestanden, so Ellerkamp. Doch die Alstätter wollten nicht, weil in der neuen Halle nicht die gleiche Nutzung wie in der alten Halle möglich gewesen wäre.

Es habe Zeiten gegeben, so Ellerkamp, da habe „die Alstätter Bevölkerung kein Vertrauen mehr in die städtische Politik gehabt“. Das habe sich geändert. Doch nicht überall sind die Vorbehalte gewichen. Wenn die Stimmung einmal versaut sei, wirke sich das lange negativ aus, so der scheidende Ratsherr. Doch am Ende ist die Diskussion um die Alte Turnhalle für den ehemaligen Vorsitzenden des Gewerbevereins nur eine Episode.

„Ich habe gelernt, dass die Demokratie in Ahaus wirklich gut funktioniert.“ So lobt er unter anderem auch die Zusammenarbeit mit der UWG in Alstätte.

Am Ende seines Mandats hat er einen Wunsch: dass die Bürger mehr aufgeklärt werden, wie demokratische Entscheidungsprozesse verlaufen. Die Menschen müssten wissen, wie sie ihre Wünsche und Ideen in die Fraktionen und die Verwaltung bringen können.

Martin Ellerkamp gilt als einer, der den Kompromiss sucht und um Ausgleich bemüht ist – und zudem pflichtbewusst ist. Dass das politische Feld aus Sicht des CDU-Manns für Alstätte gut bestellt ist, erleichtert ihm den Abschied etwas, auch wenn die heute letzte Ratssitzung sicherlich etwas Besonderes sein wird.

Für Martin Ellerkamp rückt Michaela Blickmann in den Stadtrat nach. Die 48-jährige gebürtige Alstätterin war vor der Kommunalwahl zur persönlichen Stellvertreterin Ellerkamps gewählt worden. Seit mehr als zehn Jahren gehört sie dem CDU-Ortsverband Alstätte an. Politische Erfahrungen sammelte die dreifache Mutter als Sachkundige Bürgerin im städtischen Schul- und Kulturausschuss. Die gelernte Steuerfachangestellte arbeitet im familieneigenen Betrieb, der Wilmer GmbH, mit. Das Unternehmen ist tätig im Brennstoffhandel, Containerdienst und bei Transporten.

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