Tödlicher Unfall Rettungswagen verunglückt: Patient und zwei Sanitäter tot

Langen -

In der Nacht zu Donnerstag sind bei einem tragischen Verkehrsunfall im Emsland drei Menschen getötet worden, zwei von ihnen gehörten zur Besatzung eines Rettungswagens aus dem Münsterland.

Von Hermann Lindwehr und Elmar Ries
Tödlicher Unfall : Rettungswagen verunglückt: Patient und zwei Sanitäter tot
Bei einem Unfall mit dem Rettungswagen sind in der Nacht zwei Sanitäter aus dem Münsterland sowie der Patient gestorben. Foto: Lindwehr

Die Helfer sind dem 59-Jährigen nach einem medizinischen Notfall zur Hilfe gekommen. Auf dem Weg zum Krankenhaus in Thuine prallt ihr Einsatzfahrzeug auf eine Kreisstraße um halb zwei Uhr in der Früh gegen einen Baum. Den Wagen fährt der 21 Jahre alte Havixbecker , der 33-Jährige aus Hörstel ist hinten bei dem Patienten, der sich angeschnallt auf der Liege befindet. Die drei werden so schwer verletzt, dass für sie jeden Hilfe zu spät kommt.

Die Ehefrau des 59-Jährigen folgt dem Rettungs­­wa­gen mit einigen Minuten Verspätung. Sie ist als Erste am Unfallort, verständigt Po­lizei und Rettungskräfte – und bedarf dann selbst der Hilfe durch einen Notfallseelsorger.

Die Leitstelle der Feuerwehr in Lingen bestätigt auf Nachfrage, dass die beiden Opfer aus dem Münsterland als hauptamtliche Rettungssanitäter beim DRK-Kreisverband Emsland angestellt waren. Am Morgen macht sich DRK-Kreisgeschäfts­führer Thomas Hövelmann auf den Weg ins Münsterland, um den Familien zu kondolieren. „Das gehört sich doch so“, sagt er gegenüber unserer Zeitung.

Wie konnte es zu dem ­ Unfall kommen? Auf diese Frage wird es vermutlich nie ei­ne endgültige Antwort geben. Laut Polizei steht lediglich fest, dass das Rettungsfahrzeug nach einer Rechtskurve von der Fahrbahn abkam und frontal gegen einen Baum prallte.

Nach Angaben der Polizei war die Fahrbahn zwar nass, „glatt war es jedoch nicht“. Der Rettungswagen befand sich in einem technisch einwandfreien Zustand – und hatte zudem Winterreifen aufgezogen. Nach bisherigen Ermittlungen war kein weiteres Fahrzeug an dem Unfall beteiligt.

Helfern des Roten Kreuzes fällt später die traurige Aufgabe zu, die Leichen ihrer Kameraden zu bergen. Die ersten Ermittlungen der Polizei dauern Stunden – sie führen offenbar nicht viel ­weiter. Erst in den frühen Morgenstunden wird die Straße wieder freigegeben. Wenig später sind die Ermittler erneut vor Ort. Sie wollen sich die Unfallstelle bei Tageslicht anse­hen, um die Unfallursache herauszufinden. Viel Hoffnungen haben sie aber nicht. Den genauen Hergang eines solchen Unfalls zu rekonstruieren, ist sehr schwierig, wird ein Polizeisprecher später sagen.

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