Naturschutz Junger Wolf streift durch den Kreis Steinfurt

Ibbenbüren-Laggenbeck -

Der Wolf kehrt zurück ins Münsterland. Im Kreis Steinfurt wurde jetzt das nächste Tier gesichtet. Es ist offenbar ein Jungtier, das als Einzelgänger durchs Land streift.

Von Tobias Vieth
Naturschutz : Junger Wolf streift durch den Kreis Steinfurt
Anwohner Jens Brinkmann fotografierte diesen jungen Wolf in Laggenbeck. Foto: Jens Brinkmann

Im Ibbenbürener Stadtteil Laggenbeck haben Anwohner eine seltene Entdeckung gemacht. Auf einer Wiese haben sie am Samstagmorgen einen Wolf beobachtet, der in Richtung Bahn gelaufen, jedoch offenbar von einem nahenden Zug verschreckt worden war.

Die Beobachtung, die der Anwohner Jens Brinkmann unserer Zeitung geschildert hatte, ist am Dienstag vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) bestätigt worden. Ein Wolfsberater hatte daraufhin den Aufnahmeort verifiziert und dokumentiert.

Verhaltenstipps

Wölfe sind scheu und meiden üblicherweise den Menschen. Daher ist es auch überaus selten, dass Spaziergängerinnen und Spaziergänger einen Wolf aus der Nähe zu Gesicht bekommen. Falls es doch dazu kommen sollte, empfiehlt werden laut NRW-Umweltministerium folgende Verhaltensregeln empfohlen:

  • Nicht versuchen, Wölfe anzufassen oder zu füttern.
  • Nicht weglaufen, sondern stehen bleiben.
  • Langsam zurückziehen, wenn man den Abstand vergrößern will.
  • Man kann einen Wolf vertreiben, indem man ihn laut anspricht, in die Hände klatscht und mit den Armen winkt.
  • Bei eventuellen Sichtungen eines Wolfes, diese direkt an die zuständigen Behörden oder den zuständigen regionalen Wolfsberatern melden.

„Keine Kenntnis von Kofferraumwölfen“

Laut LANUV-Sprecher Peter Schütz handelt es sich bei dem tierischen Einzelgänger um ein Jungtier von etwa einem Jahr. Die Nachkommen bekämen im Alter von etwa neun Monaten Streit mit dem Vatertier und verlassen dann das Rudel. Daraufhin streifen sie auf der Suche nach einem Weibchen durch die Landschaft und geraten weiter westwärts.

Die Annahme, dass Menschen die Wölfe ansiedeln wollen und diese einfach aussetzen , bestätigt Schütz nicht: „Wir haben bisher keine Kenntnis von Kofferraumwölfen.“

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