Nach Abriss erfolgt Neubau
Wintergärten und eine Obstwiese

Münster-Wolbeck -

Ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohneinheiten wird an der Hofstraße gebaut.

Freitag, 25.05.2018, 06:00 Uhr

Bald ist der freie Blick von der Hofstraße auf die St.-Nikolaus-Kirche verschwunden. In der Baulücke wird ein Mehrfamilienhaus gebaut. Foto: na

Einen freien Blick auf die St.-Nikolaus-Kirche bietet momentan die große Baulücke an der Hofstraße, nachdem dort vor kurzem die Abrissbagger tätig waren. Und dieser Blick auf die Kirche soll für einen Teil der Bewohner des dort geplanten Mehrfamilienhauses weiter erhalten bleiben. So jedenfalls die Vorstellungen des Architekten Jörgen Dreher aus Münster, der das alte Haus Ende 2016 gekauft hatte, um nach seinem Abriss dort ein Mehrfamilienhaus mit acht Eigentumswohnungen zu bauen.

Auf dem Weg bis zum Baubeginn hatte sich Dreher zunächst mit den im Wigbold besonders strengen Auflagen des Denkmalschutzes auseinanderzusetzen. „Ich hatte eine sehr innige Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt“, sagt Dreher ein wenig schmunzelnd, der durchaus Verständnis dafür hat, dass das Denkmalschutzamt bestrebt ist, den historischen Ortskern mit seinen Besonderheiten zu erhalten. So gab es für Dreher beispielsweise keine freie Wahl bei den Klinkern, die wurden vorgegeben. „Und ich hatte noch so einige eigenen Strukturen entwickelt, die nun leider nicht verwirklicht werden konnten“, sagt der Architekt.

Nichtsdestotrotz weist das Mehrfamilienhaus doch einige Besonderheiten auf. So werden die beiden Dachgeschosswohnungen jeweils über 50 Quadratmeter Wohnfläche verfügen, während die sechs weiteren Wohnungen mit jeweils 100 Quadratmetern doch schon eine sehr beachtliche Größe haben. „Wir haben das bewusst mit dieser Quadratmeterzahl geplant, weil wir damit eine bestimmte Zielgruppe erreichen wollen, nämlich speziell die Familien, die in den schon älteren Baugebieten Wolbecks in Einzelhäusern wohnen“, erklärt Dreher, und die sich eine Rückkehr in den Ortskern wünschten, schon allein im Hinblick auf die sich dort bietende bessere Infrastruktur. Und so ist vor diesem Hintergrund auch ein Aufzug geplant.

Um ein wenig mehr Abstand in der Enge der Hofstraße zu gewinnen, seien für die Wohnungen zur Straßenseite hin Wintergärten vorgesehen, so Dreher. Den Wohnungen zur Kirchenseite bietet sich ein für innerörtliches Wohnen ein nicht gewöhnlicher Ausblick: Auf der freien Fläche bis zur Straße soll eine Obstwiese angelegt werden. „Welche Sorte wir wählen, wissen wir allerdings noch nicht“, sagt Dreher.

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5763901?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F144%2F
Stadtfest-Bilanz: Drei Tage „Wahnsinnsstimmung“
Quietscheenten angeln diese jungen Stadtfest-Besucher im Rathaus-Innenhof.
Nachrichten-Ticker