KIG-Senatorentaufe Frohsinn zählt besonders

Münster-Sprakel -

Bevor jemand in die Reihen der Senatoren der KIG aufgenommen wird, hat er sich einer längeren Zeremonie zu unterziehen. Der Täufling und seine Einstellung zum Karneval kommen auf den närrischen Prüfstand.

Von Claus Röttig
Taufe bei der Karnevals-Interessengemeinschaft Sprakel: Thomas Weßels wurde von Wiedertäufer Heinz-Günter Mertens (r.) unter Zeugen in den Stand des 33. Senators erhoben, nachdem er alle Fragen zur Zufriedenheit beantwortet hatte.
Taufe bei der Karnevals-Interessengemeinschaft Sprakel: Thomas Weßels wurde von Wiedertäufer Heinz-Günter Mertens (r.) unter Zeugen in den Stand des 33. Senators erhoben, nachdem er alle Fragen zur Zufriedenheit beantwortet hatte. Foto: cro

Nach dem münsterischen Karnevalsauftakt morgens auf dem Prinzipalmarkt feierte die Karnevals-Interessengemeinschaft (KIG) Sprakel-San­drup-Coerde abends in heimischen Gefilden weiter – mit einer Senatorentaufe.

Bevor jemand in die Reihen der Senatoren der KIG aufgenommen wird, hat er sich einer längeren Zeremonie zu unterziehen. Der Täufling und seine Einstellung zum Karneval kommen auf den närrischen Prüfstand. Bei der KIG übernahmen das Wiedertäufer Heinz-Günter Mertens und Junker Friedhelm Stöppeler.

Für Täufling Thomas Weßels , gelernter Elektriker und Drucker, wurde es ernst am Samstagabend in der prinzlichen Residenz im „Sandruper Baum“. Der 33. Senator der KIG musste nicht nur seine Trinkfestigkeit unter Beweis stellen. „Auch seine Fähigkeiten im Wagenbau für den Senat sowie sein Frohsinn sind uns besonders wichtig“, sagte Mertens, der sich mit Junker Friedhelm Stöppeler in gewohnt strenger Manier dem Täufling zuwandte. Als Elektriker musste Weßels auch Fachfragen zur korrekten Beleuchtung des Senatorenwagens beantworten.

Zudem musste natürlich auch die Zuneigung zum Senat und dem Sprakeler Karneval geprüft werden. „Der Aspirant hat 1988 seine Frau Elke geehelicht und wurde somit automatisch Mitglied in der Karnevalsgruppe Hangkamp, in der er lange tätig war“, so der Wiedertäufer. Auch die Schwiegereltern seien langjährig im Sprakeler Karneval eingebunden gewesen. „Sein Schwiegervater war sogar Senator in der KIG.“

Dann erst wurde der zweifache Vater getauft und in den Rand eines Senators erhoben. Begleitet wurde das Geschehen von den Paten Walter Averbeck und Thomas Maciejewski.

Der frischgebackene Senator erhielt die begehrte Mütze und durfte einige Worte an das närrische Volk richten. Dabei kam der Senat der KIG allerdings nicht besonders gut weg: Weßels beschwerte sich über die weiße Jacke, die für jeden Senator Pflicht ist. „Ich mag Sachen, die man mehrmals benutzen kann“, so der 56-Jährige. Also habe er natürlich seine Frau Elke gefragt, zu welchen Anlässen man so eine Jacke noch benutzen könne. „Allenfalls zum Captain´s Dinner“, habe die Antwort gelautet. Fazit: „Jetzt bin ich auch noch dazu gezwungen, auf eine Kreuzfahrt zu gehen!“

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