Am Bahnübergang „An der Schlüppe“ versperren Erdhaufen die Sicht Schlechte Aussichten für Abbieger

Münster-Sprakel -

Wochenlang ist es her, dass der Bahnübergang "An der Schlüppe" von der Bahn überarbeitet wurde. Doch noch immer versperren zwei große Erdhaufen die Sicht für Abbieger. Die Bahn äußerte sich nun zu der Problemstelle.

Von Katrin Jünemann, Franziska Eickholt
Zwei große Erdhaufen versperren Abbiegern an der Schlüppe die Sicht. Stürmische Winde haben die Plastikfolien zerrissen und auf der Straße und anliegenden Grünflächen verteilt.
Zwei große Erdhaufen versperren Abbiegern an der Schlüppe die Sicht. Stürmische Winde haben die Plastikfolien zerrissen und auf der Straße und anliegenden Grünflächen verteilt. Foto: kaj

Erdhaufen liegen seit den Bauarbeiten am Bahnübergang „An der Schlüppe“ Anfang August an der Kreuzung, an der die Schlüppe auf die Straße Aatal mündet.

Niemand würde sich an diesen Erdhaufen stören, wenn sie nicht die Sicht beim Abbiegen enorm einschränkten. Das betrifft die Fahrrad- und Autofahrer, die von der Schlüppe aus rechts in Richtung Sprakel fahren möchten ebenso wie die Linksabbieger in Richtung Innenstadt. Und wer in die Schlüppe abbiegen möchte, sieht ebenfalls nichts.

Seinerzeit wurden zwischen Münster-Nord und Greven Schwellen und 1000 Tonnen Schotter ausgetauscht. Für die Arbeiten war eine abschnittsweise Vollsperrung von drei Bahnübergängen notwendig gewesen. Es handelte sich um die Übergänge „An der Schlüppe / Im Aatal“, „Coermühle“ und „Holtmannsweg“.

Allerdings wurden nicht alle Bahnübergänge gleichzeitig bearbeitet. Zunächst wurde der Bahnübergang „An der Schlüppe“ gesperrt. Die Bahnübergänge „Coermühle“ und „Holtmannsweg“ waren vom Abend des 11. August bis zum Morgen des 14. August dran.

Der Fernverkehr zwischen Rheine und Münster wurde umgeleitet, die Westfalenbahn und National Express organisierte zwischen dem Hauptbahnhof Münster und dem Bahnhof Greven einen Bustransfer.

Das alles ist längst passé. Auch der Container an der Kreuzung mit den Erdhaufen, der vor Ort als Unterkunft diente, ist lange verschwunden. Nur die Erdhaufen liegen da, stürmische Winde in letzter Zeit haben die Abdeckfolie zerrissen.

Nach Auskunft der Bahn soll das Chaos jedoch erst Ende nächster Woche beseitigt werden – viele Wochen nach der eigentlichen Baumaßnahme. Grund dafür sei eine für die korrekte Entsorgung notwendige Bodenprobe auf Verunreinigung. Wie ein Sprecher der Bahn mitteilte, sei es im Vorfeld während der Bauarbeiten nicht möglich gewesen, diese Probe durchzuführen, da mit den erneuerten Gleisen auch eine neue Bodenschicht eingefügt wurde, die den Zugang zu den tieferen Schichten verwehre.

Nun steht aber fest, dass die Erdhügel an der Schlüppe nicht kontaminiert sind – und somit von einem von der Bahn dafür beauftragten Unternehmer zeitnah abtransportiert werden dürfen, sodass wieder freie Sicht herrscht.

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