Grundschule Sprakel Neubau oder Erweiterung?

Münster-Sprakel -

Innerhalb der nächsten drei Monate soll geklärt werden, ob angesichts steigender Schülerzahlen ein Neubau eine Option für die Grundschule Sprakel ist.

Von Katrin Jünemann
Das Grundstück der Grundschule Sprakel liegt an der ruhigen Straße In der Au und ist komplett in die Wohnbebauung eingebettet.
Das Grundstück der Grundschule Sprakel liegt an der ruhigen Straße In der Au und ist komplett in die Wohnbebauung eingebettet. Foto: Gunnar A. Pier/kaj

Die Überraschung zur Grundschule Sprakel steckte im Detail: „Im Hinblick auf die erheblichen Kosten für einen Ausbau wird alternativ die Verlagerung der Schule an einen neuen Schulstandort im Stadtteil Sprakel geprüft“, heißt es in der Vorlage des Schulamts, die jetzt ihren Weg durch die parlamentarischen Gremien nimmt.

Die Grundschule Sprakel muss wachsen, denn in Sprakel wird mit Blick auf die neuen Baugebiete mit steigenden Schülerzahlen gerechnet. Die Verwaltung geht sogar davon aus, dass ab dem Schuljahr 2022/2023 die Zweizügigkeit laut aktueller Prognose nicht mehr ausreichen wird. „Um flexibel auf die Entwicklung in Sprakel reagieren zu können, soll die Option zur Erweiterung auf eine Dreizügigkeit bei der Planung berücksichtigt werden“, heißt es.

Die Variante Neubau sei aus baufachlicher Sicht vorgeschlagen worden, erläuterte Schulamtsleiter Klaus Ehling am Freitag. Die Idee sei, dass sich eine Erweiterung vielleicht wirtschaftlicher und einfacher an anderer Stelle umsetzen lasse. Aber, betonte er, es dürfe nicht zu einer Verzögerung kommen. „Das können wir uns in Sprakel nicht leisten.“

Deshalb solle zügig geprüft werden, ob ein Neubau eine Option sei. Innerhalb der nächsten drei Monate sollte geklärt sein, „ob wir das verfolgen“.

Die Kosten für eine Erweiterung zur Zweizügigkeit wird auf 7,8 Millionen Euro beziffert, Kosten von 120 000 Euro für eine temporäre WC-Anlage kommen hinzu. 10,2 Millionen Euro würde die vollständige Dreizügigkeit kosten, heißt es. Das Dach (130 000 Euro) müsste auch noch saniert werden. Der Ausbau zur Dreizügigkeit würde in einem zweiten Bauabschnitt erfolgen: Grün entfiele und der Schulbetrieb würde erheblich gestört, so die Vorlage.

Für die Politik und die Schulleitung kommt die Idee Neubau überraschend. Davon war noch nie die Rede, heißt es unisono von CDU-Ratsherr Olaf Bloch , SPD-Ratsherr Michael Kleyboldt und Schulleiter Jörn Oesterreich .

Sowohl Bloch als auch Kleybolt begrüßen sehr, dass die Grundschule erweitert werden soll. Das gilt natürlich auch für Schulleiter Jörn Oesterreich.

Soll die Entscheidung schnell gehen, müsste die Stadt auf eigene Flächen zurückgreifen, um nicht erst noch Erwerbsverhandlungen führen zu müssen. Was den Standort für einen Neubau anbelangt, fände Oesterreich „eine Randlage unglücklich“.

Michael Kleyboldt kündigte an, das Thema in der Fraktion zu besprechen. Olaf Bloch erinnerte daran, dass es in der freien Mitte zuletzt um eine Wohnbebauung gegangen sei.

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