St. Hubertus Sprakel Nervenkrimi an der Vogelstange

Münster-Sprakel -

Sprakel wird fortan von Tobias Hemker regiert. Beim Königsschießen der Hubertus-Schützen macht er dem Vogel den Garaus.

Von Siegmund Natschke
Die Sprakeler Schützen trugen ihre neue Majestät auf den Schultern:  Tobias Hemker ist der neue König des Schützenvereins St. Hubertus Sprakel.
Die Sprakeler Schützen trugen ihre neue Majestät auf den Schultern:  Tobias Hemker ist der neue König des Schützenvereins St. Hubertus Sprakel. Foto: sn

Es war ein wahrer Nervenkrimi beim Königsschießen des Sprakeler St.-Hubertus-Schützenvereins. Stundenlang hing der Vogel ungerührt an der Stange. Er leistete zähen Widerstand, und am Schluss war nur noch ein kleines Holzstück von ihm übrig. „Aaaahhs“ und „Oooohs“ schallten durch den Wald, wenn mal wieder die Splitter flogen. Doch das Holzvieh wollte und wollte nicht fallen. Dann kam Tobias Hemker . Er machte das fast schon Unmögliche möglich: Mit dem 675. Schuss erlegte er den Königsadler.

„Ich habe einfach draufgehalten“, erklärte Hemker sein Erfolgsrezept, während die Schützen ihn hochleben ließen. Er ist mit seinem Treffer der Nachfolger des „Regenkönigs“ Michael Inden. Apropos: Das Wetter sei ideal, meinte der erste Schriftführer Karsten Bröker . Nicht zu heiß, aber trocken.

Mit dem diesjährigen Schützenfest kam auch ein neues Konzept zum Tragen. Die Hubertusmesse gab es am Freitag, das Kinder- und Jugendschützenfest sowie das Königsschießen am Samstag, und der Sonntag war „Familientag“, an dem jede Menge für den Nachwuchs geboten wurde. So etwa eine spannende Dorfrallye. Die wäre so etwas wie eine „Schnitzeljagd“ durch Sprakel, erklärte Bröker.

Gefreut haben sich die Schützen, dass die Hubertusmesse unter Beteiligung der Naturhornbläser Gelmer, gut besucht war. Am Freitagabend gab es dann auch den großen öffentlichen Königsball für die Majestät des Vorjahres.

Am Samstag folgten schließlich nach dem Frühschoppen und dem Antreten mit dem Blasorchester Gimbte die Wettbewerbe der ganz jungen Schützen. Bei den Kindern war Adis Huskic erfolgreich, bei den Jungschützen Tobias Tarp. Ein bekannter Name: Tarp war Münsters Stadtjugendprinz in der vergangenen Session.

Heiß umkämpft war der Vogel beim Königsschießen. Lang war die Reihe derer, Regent werden wollten. „Wir haben kein Problem, einen König zu finden“, sagte Bröker. Zunächst fielen die Insignien. Ina Hilbk Koering holte das Zepter, der spätere König Tobias Hemker den Apfel. Die Krone ging an Ron Geilen.

Hemker wiederum, der übrigens auch Kaiser beim Löschzug Sprakel ist, schoss mit Präzision nach und nach den Vogel von der Stange. Nach dem Jubel gab es die erste Entscheidung. Zur Königin nahm der frischgebackene Regent Anna Lena Südhoff. In den Hofstaat berief er Thomas Traebert und Carmen Düllmann sowie Thomas Hemker und Hannah Steffen.

Am Sonntag standen Ehrungen für langjährige Vereinsangehörige auf dem Programm. Über Auszeichnungen konnten sich freuen: Michael Meyer (25 Jahre Mitgliedschaft), Peter Altschäffl, Werner Dömer und Konrad Sessendrup (40 Jahre), Antonius Averbeck, Wilhelm Gausepohl und Paul Meiermann (50 Jahre), Josef Hinnemann, Elmar Lange, Hubert Niggemann und Hans Thesing (55 Jahre) sowie Franz Berning für 60 Jahre Mitgliedschaft im Schützenverein St. Hubertus.

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