Autobahnkapelle Roxel
Ort der Ruhe und des Friedens

Münster-Roxel -

Die Kapelle am Roxeler Autobahnrasthof Münsterland-Ost besteht seit mittlerweile fünf Jahrzehnten. Viele Reisende kehren dort gerne ein.

Sonntag, 17.06.2018, 20:00 Uhr

Fürbitten wurden bei der Andacht in der Roxeler Autobahnkapelle unter der Leitung von Pastor Norbert Raestrup gesprochen. Die Kapelle ist mittlerweile 50 Jahre alt. Foto: ann

Dass in einer Kapelle geklatscht wird, ist ziemlich ungewöhnlich. In der Kapelle der Autobahnraststätte Münsterland Ost ist das vermutlich noch nie vorgekommen – bis jetzt. Der kleine sakrale Bau wurde 50 Jahre alt. Dieses Jubiläum wurde beim Friedensgang der Roxeler Kolpingsfamilie mit einer Andacht gewürdigt, die Pastor Norbert Schulze Raestrup hielt.

Beifall gab es dabei für die ehrenamtlichen Helfer und insbesondere für die Kolpingsfamilie, die von Anfang an den Innenraum und die Außenanlagen pflegen, für die Sauberkeit sorgen, Opferkerzen bereitstellen, den Opferstock leeren, Blumen hinstellen und jetzt sogar die Renovierung des Innenraums durch Fachleute in die Hand genommen haben.

Die über 30 Anwesenden dankten mit einem anerkennenden Applaus. Viele Jahre lag bei Willi Paus die Verantwortung und Koordination für die Pflege der Kapelle, seit zweieinhalb Jahren hat Werner Kruncke diese Aufgabe übernommen – mit vollem Einsatz. Bei der Renovierung ahnte er, dass die Bänke vielleicht vergessen werden würden. Schnell reservierte er einige Töpfe der Holzfarbe, um auch diese noch nachträglich verschönern zu können. Raffiniert hat er die Opferstöcke gesichert: „Da ist noch kein Cent weggekommen“, freut sich Kruncke. Auch die geschnitzte Christophorus-Figur der Kapelle ist wirksam geschützt.

Viele Reisende schätzen die Autobahnkapelle am Rande Roxels als Ort der Ruhe und des Friedens. Für Hedwig Balluch-Walczak bedeutet ihr Besuch dort, nach einem anstrengenden Arbeitstag inneres Gleichgewicht zu finden. Und für die Familie Franken ist die Einkehr in der Kapelle eine wichtige Tradition auf dem Weg von Köln in die alte Heimat Hamburg: „Vorbeifahren geht nicht“, sagt Kirsten Franken.

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