Ausbau der Roxeler Autobahnrasthöfe
100 neue Parkplätze für Lkw

Münster-Roxel -

Die Autobahnrasthöfe Münsterland-Ost und -West sollen ausgebaut und erweitert werden. Die Vorentwürfe dafür will der Landesbetrieb Straßen Nordrhein-Westfalen am 25. Januar im Rahmen der frühen Bürgerbeteiligung erstmals öffentlich vorstellen.

Dienstag, 09.01.2018, 01:01 Uhr

Geht es nach den aktuellen Plänen des Landesbetriebs Straßenbau-NRW, dann soll demnächst sowohl die Raststätte Münsterland-West als auch die dazugehörige Tankstelle abgerissen werden.
Geht es nach den aktuellen Plänen des Landesbetriebs Straßenbau-NRW, dann soll demnächst sowohl die Raststätte Münsterland-West als auch die dazugehörige Tankstelle abgerissen werden Foto: Gunnar A. Pier

Seit eineinhalb Jahrzehnten kämpft die Bürgerinitiative „Landschaftsschutz Roxel“ gegen den geplanten Ausbau der beiden Autobahnrasthöfe vor ihrer Haustür. Doch es sieht danach aus, als sollten sich das Bundesverkehrsministerium und der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen vom kontrovers diskutierten Projekt nicht abbringen lassen: Am 25. Januar wird der Landesbetrieb die bereits ministeriell genehmigten Vorentwürfe in Roxel erstmals der Öffentlichkeit präsentieren.

Um „dem bundesweit gestiegenen Bedarf an Lkw-Stellplätzen gerecht zu werden“, sollen nach den vorliegenden Entwurfsplänen sowohl die Tank- und Rastanlage Münsterland-West als auch Münsterland-Ost ausgebaut und erweitert werden. Insgesamt betrachtet sind 100 zusätzliche Lkw-Parkplätze sowie 31 weitere Pkw-Stellflächen geplant.

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Möglicherweise fällt das alte Raststätten-Gebäudes der Abrissbirne zum Opfer. Foto: Thomas Schubert

Im Hinblick auf die Rastanlage Münsterland-West sehen die Vorstellungen der Regionalniederlassung Münsterland des Landesbetriebs folgendermaßen aus: Den bislang 28 Lkw-Parkplätzen sollen sich im Zuge des Ausbauprojekts 42 weitere Stellflächen hinzugesellen, sodass dort demnächst 70 Brummi-Fahrer ihre Fahrzeuge abstellen können. Darüber hinaus soll die Zahl der Pkw-Parkplätze von derzeit 102 auf 115 aufgestockt werden.

Vom gewohnten Bild der 1968 in Betrieb genommenen Raststätte und der Tankstelle Münsterland-West werden sich deren Nutzer verabschieden müssen: Beide werden komplett abgerissen. „Als Ersatz der Tank- und Rastanlage wird eine neue Kompaktanlage errichtet“, heißt es in den Informationsunterlagen des Landesbetriebs. Vorgesehen ist zudem, die Anlage mit einem fünf Meter hohen Sichtschutzwall zu umgeben.

An der Rastanlage Münsterland-Ost sind indes keinerlei Abbruchtätigkeiten geplant. Der vorhandene Rasthof und die Tankstelle sollen erhalten bleiben. Allerdings wird die Anzahl der Lkw-Einstellplätze von derzeit 28 auf 86 erhöht. Und die Zahl der Pkw-Stellflächen soll von 97 auf 115 aufgestockt werden. Auch dort ist vorgesehen, die Rastanlage durch einen fünf Meter hohen Sichtschutzwall einzufassen.

Darüber hinaus soll zum Schutz der Anlieger auf der Westseite der Autobahn 1 in Fahrtrichtung Süden eine fünf Meter hohe und 614 Meter lange Lärmschutzwand gebaut werden. Diese wird sich den aktuellen Plänen zufolge gegenüber der Zufahrt zur Raststätte Münsterland-Ost befinden und in Höhe der Brücke über die Altenroxeler Straße enden.

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Nach Auskunft von Projektleiter Roland Krumm soll sich der Vorstellung des zweigeteilten Vorhabens bereits in diesem Jahr das gesetzlich vorgeschriebene Planfeststellungsverfahren für den Ausbau von Münsterland-Ost anschließen. Ein halbes Jahr später soll dann das Verfahren für die Tank- und Rastanlage Münsterland-West gestartet werden.

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Der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen stellt die Entwürfe zum geplanten Ausbau der Roxeler Rastanlagen am 25. Januar im Zuge der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung um 17 Uhr in der Mensa der Friedensreich-Hundertwasser-Schule (Tilbecker Straße 24 / 26) öffentlich vor. Die Projektpläne können vorab schon in der Roxeler Bezirksverwaltung West (Pantaleonplatz 7) sowie im Internet (www.strassen,nrw.de/projekte/buergerbeteiligung.html) eingesehen werden.

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Nach Darlegung des Landesbetriebs Straßen brauchen Lkw-Fahrer Parkraum, um die gesetzlich vorgeschriebenen Lenkzeitunterbrechungen und Ruhezeiten einzuhalten. Mit Stand August 2017 gebe es etwa 6345 ausgewiesene Lkw-Parkstände auf den bewirtschafteten und unbewirtschafteten Rastanlagen in Nordrhein-Westfalen.

Durch die EU-Osterweiterung sei das Straßengüterverkehrsaufkommen in den vergangenen Jahren auf den deutschen Autobahnen stark gestiegen, heißt es weiter. Der Ausbau des Autobahnnetzes und der Rastanlagen an Autobahnen habe mit dieser Entwicklung nicht Schritt halten können: „Viele Rastanlagen an Autobahnen, aber auch Autohöfe und anliegende Gewerbegebiete entlang der Autobahnen, sind überlastet.“

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