Flüchtlingsunterbringung in Roxel
Pavillon-Komplex wird abgebaut

Münster-Roxel -

Es wird nicht mehr lange dauern, dann wird die temporäre Flüchtlingseinrichtung an der Pienersallee in Roxel wieder abgebaut. Die Stadt braucht sie nicht mehr.

Donnerstag, 14.12.2017, 12:12 Uhr

Kein Anblick von Dauer: Schon im kommenden Jahr soll die temporäre Flüchtlingsunterkunft an der Pienersallee abgebaut werden. Die von der Stadt gemieteten Pavillons gehen an die Herstellerfirma zurück.
Kein Anblick von Dauer: Schon im kommenden Jahr soll die temporäre Flüchtlingsunterkunft an der Pienersallee abgebaut werden. Die von der Stadt gemieteten Pavillons gehen an die Herstellerfirma zurück. Foto: sch

Die Tage der Flüchtlingsunterkunft an der Pienersallee sind gezählt: „Spätestens Ende Januar“, sagt Florian Stritzke vom städtischen Sozialdienst für Flüchtlinge, werde die Pavillon-Unterkunft geräumt. Aufgrund zurückgehender Flüchtlingszahlen könne die bereits weitgehend leerstehende Unterkunft aufgegeben werden. Es mangele an Zuweisungen.

So mancher, der in den vergangenen Wochen am Flüchtlingsheim vorbeikam, wird es bemerkt haben: Bei Dunkelheit brennt in der Container-Immobilie nur noch in wenigen Zimmern Licht. Vom einst lebhaften Betrieb ist nichts mehr zu spüren. Nur noch neun Personen seien dort untergebracht, die möglicherweise sogar schon vor Weihnachten die Unterkunft verlassen würden, erläutert Stritzke. Es handele sich um zwei Familien und ein Vater-Sohn-Duo.

Die beiden Familien hätten eigene Wohnungen gefunden, in die sie jetzt umzögen. Vater und Sohn wiederum würden in der Flüchtlingsunterkunft an der Gievenbecker Gronowskistraße untergebracht. Dies sei der Fall, weil es in den beiden verbliebenen Roxeler Flüchtlingseinrichtungen kein geeignetes Zweierzimmer für die beiden gebe. Obendrein werde der Sohn künftig eine weiterführende Schule besuchen.

„Wir freuen uns immer, wenn es Flüchtlingen gelingt, private Wohnungen zu finden“, unterstreicht Stritzke. Wenn dies der Fall sei, dann sei dies meist ehrenamtlichen Mitarbeitern der Flüchtlingshilfe sowie der Stadt und freien Trägern zu verdanken. Dank des gemeinschaftlichen Engagements hätten in Münster in diesem Jahr 765 Flüchtlinge in eigene Wohnungen einziehen können.

Die Flüchtlingsunterkunft an der Pienersallee wurde im Juli 2015 eröffnet. Schon damals war klar, dass es sich bei dem für maximal 50 Personen konzipierten Pavillon-Komplex um eine temporäre Einrichtung handeln würde. Die Betreuung der dort untergebrachten Flüchtlinge wurde vom DRK-Landesverband übernommen. Auf die Frage, wie lange die „Einrichtung auf Zeit“ den Roxelern erhalten bleiben würde, vermochte zum damaligen Zeitpunkt allerdings niemand eine verbindliche Antwort zu geben.

Rund zweieinhalb Jahre später steht nun fest, dass sie nicht mehr benötigt wird und deshalb abgebaut werden kann. Auch in den beiden anderen Roxeler Flüchtlingseinrichtungen (Havixbecker Straße / Zum Schultenhof) hat sich die Lage deutlich entspannt. „Sie sind nur noch zu 70 Prozent ausgelastet“, erläutert Florian Stritzke.

In absehbarer Zeit wird die Flüchtlingseinrichtung an der Pienersallee Geschichte sein: „Das Gelände wird geräumt“, kündigt Heinz Lembeck vom städtischen Sozialamt an. Die Pavillons, aus denen die Unterkunft zusammengebaut wurde, gehen zurück an die Herstellerfirma. Sie seien kein Eigentum der Stadt: „Wir haben sie nur gemietet.“

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