Ökumenischer Lichtergang Plädoyer für Offenheit, Großherzigkeit und Toleranz

Münster-Roxel -

Der ökumenische Lichtergang für den Frieden hat in Roxel bereits Tradition. Auch in diesem Jahr nahmen wieder Mitglieder beider örtlicher Kirchengemeinden daran teil.

Zum ökumenischen Lichtergang trafen sich etliche Roxeler am Sonntagabend.
Zum ökumenischen Lichtergang trafen sich etliche Roxeler am Sonntagabend. Foto: ann

Der traditionelle ökumenische Lichtergang in Roxel begann in der alten Taufkapelle von St. Pantaleon mit einer kurzen Andacht. Pfarrer Dr. Christian Schmitt mahnte: „Gott will Frieden. Aber Frieden ist nicht ein Geschenk, sondern eine Aufgabe und ein Wagnis, zu dem man Mut braucht.“ Um Frieden zu halten müssten Menschen einander verstehen, dazu seien Verstand und Herz gefordert. Dann aber sei der Weg zu einem besseren Leben ohne kleinliche Vorurteile geebnet. Den andern versuchen zu verstehen – das konnte mit einigen französischen Austauschschülern aus Marseille direkt ausprobiert werden.

Thomas Dirksen und Annette Hausch, Presbyterin der evangelischen Gemeinde, hatten den Gang mit den Laternen organisiert, der zur Friedhofskapelle und dann zur Nikolaikirche führte. An jeder Station wurde fortlaufend eine überkonfessionelle und sogar interreligiöse Geschichte vorgelesen, die vom Team in ein münsterländisches Szenario gesetzt worden war: Zum Krippenspiel fehlte das erforderliche Baby. Ein Flüchtlingspaar konnte mit einem Kind „aushelfen“, das allerdings nicht christlich ist. Wie gut, dass dank Offenheit, Großherzigkeit und Toleranz die Geschichte glücklich ausgehen konnte.

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