Straßenbenennung im Neubaugebiet Meckmannweg / Schwarzer Kamp Vorbildliches Wirken in Mecklenbeck

Münster-Mecklenbeck -

Die Diskussion um den geplanten Reinhard-Klose-Weg ist auch am Mecklenbecker Geschichts- und Heimatkreis nicht spurlos vorübergegangen: Der Vorsitzende Karlheinz Pötter hat dazu eine Stellungnahme verfasst.

Von Thomas Schubert

Der in der Bezirksvertretung West gefällte Beschluss, eine der vier Straßen im neuen Mecklenbecker Wohnquartier demnächst nach Reinhard Klose (1932 – 2005) zu benennen, hat im Stadtbezirk – wie berichtet – für Diskussionsstoff gesorgt. Zumal der Beschluss von CDU und FDP mittels einer kurzzeitigen Mehrheit im Stadtbezirksparlament entgegen einer Empfehlung des städtischen Katasteramts durchgeboxt wurde. Das hat jetzt auch den Mecklenbecker Geschichts- und Heimatkreis zu einer Stellungnahme veranlasst.

In einen „Schreiben zur Straßennamen-Diskussion in Mecklenbeck“ meldet sich Karlheinz Pötter , Vorsitzender des Kreises sowie Ehrenvorsitzender des örtlichen Bürgervereins, zu Wort. Er weist darauf hin, dass der Geschichts- und Heimatkreis bereits im März vergangenen Jahres eine Vorschlagsliste mit Namensgebern für künftige Mecklenbecker Straßen erstellt habe, auf der sich auch Reinhard Klose befunden habe. Es gehe darum, verstorbene Bürger des münsterischen Ortsteils, die Vorbildcharakter an den Tag gelegt und sich ehrenhaft für die Gemeinschaft eingesetzt hätten, in bleibender Erinnerung zu halten.

Im Papier des Mecklenbecker Kreises werden die Verdienste Kloses für seinen Heimatort und die evangelische Kirche einmal mehr umfangreich dargelegt. Außerdem wird darauf verwiesen, dass Reinhard Klose die christlich-jüdische Verbundenheit und die Freundschaft zu Israel sehr am Herzen gelegen hätten.

Weiterhin heißt es in dem Schreiben, dass Kloses vorbildliches Wirken in Mecklenbeck Anerkennung und Ansporn finden werde, wenn dort ein Weg nach ihm benannt werde.

Dazu, ob sich dieser Weg zwangsläufig im neuen Wohnquartier zwischen Meckmannweg und Schwarzem Kamp befinden muss, wie von CDU und FDP durchgesetzt, wird in der Stellungnahme des Geschichts- und Heimatkreises allerdings nicht Stellung bezogen. Im Baugebiet sollte nach den Vorstellungen der Stadt an den vier neu entstehenden Straßen eigentlich ausschließlich jüdischer Frauen aus Münster gedacht werden, die im Zweiten Weltkrieg Opfer des NS-Terrorregimes wurden.

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