Jugendchor Roxel Zeitreise durch die JCR-Geschichte

Münster-Roxel -

Beim Jubiläumskonzert anlässlich des 25-jährigen Bestehens begeisterte der Roxeler Jugendchor sein Publikum, das die Darbietungen in Fan-Manier mit Klatschen, Johlen und Trampeln quittierte.

Von Annegret Lingemann
Mitreißende Melodien dargeboten von einer schwungvollen Truppe: das Jubiläumskonzert des Roxeler Jugendchors kam beim Publikum in der Aula der Sekundarschule bestens an.
Mitreißende Melodien dargeboten von einer schwungvollen Truppe: das Jubiläumskonzert des Roxeler Jugendchors kam beim Publikum in der Aula der Sekundarschule bestens an. Foto: ann

Forever young“ – so könnte der Jugendchor Roxel (JCR) im Untertitel auch heißen. „Ihr seid gar nicht älter geworden“, staunte Godehard Schilgen , ehemaliger Pfarrer von St. Pantaleon und vor 25 Jahren Gründungsvater des Chors, als er die Sängerinnen und Sänger in der Aula der Friedensreich-Hundertwasser-Schule begrüßte. „Ich wollte so gern einen Jugendchor haben“, erinnerte er sich. 1992 zur 750-Jahrfeier der Pfarrgemeinde St. Pantaleon war es so weit. Am 17. Oktober fand die erste Probe des Chores statt.

Natürlich sind die Sänger von damals nicht mehr die von heute, teilweise sind es bereits die Kinder der Gründergeneration. „Wer zwischen 14 und 28 Jahre alt ist, darf mitmachen“, sagt der Vorsitzende Andreas Drude. Derzeit umfasst der Chor 27 Mitglieder. Sie sind mit Eifer bei der Sache und hatten sich für ihr Jubiläumskonzert „A Century of Music. Eine Zeitreise durch die Musikgeschichte des JCR“ eine Menge einfallen lassen.

„Wir singen Stücke, die wir selber gut finden“, erklärten die ehemaligen Mitsängerinnen Anna Krüger und Luisa David, die als charmante Moderatorinnen durch das Jubiläumskonzert führten. Mit Schwung, einfallsreicher Choreografie und einigen wirkungsvollen Kostümaccessoires begeisterte der Chor das Publikum, das in echter Fan-Manier mit Klatschen, Johlen und Trampeln die Darbietungen genoss.

Der musikalische Bogen spannte sich von einem Medley mit Titeln aus den 1940er-Jahren über Stücke von Queen, Abba und Michael Jackson bis zu Robbie Williams, den Backstreet Boys, Lady Gaga und Adele. Für den nahezu professionell-konzertanten Gesamteindruck sorgte ein mit 25 Instrumenten besetztes Orchester, das aus Freunden und dem Chor nahe stehenden Musikern bestand.

Einen Glückstreffer hat die Gesangstruppe offenbar mit den zwei Medizinstudentinnen gelandet, die als neue Chorleiterinnen die Aufgabe von Dominik Bulla übernommen haben, der 2015 aus beruflichen Gründen ausschied: Magdalene Oscar aus Würzburg, beziehungsweise Südafrika, und Elena Wilkens aus dem Sauerland. Die Feuerprobe haben beide bereits bestanden, denn sie leiteten den Chor schon in den Gottesdiensten zu Ostern und zur Auftaktveranstaltung des Katholikentags in Münster.

Auch das Ensemble kann auf eine ruhmreiche Vergangenheit zurückblicken: Mit dem selbst geschriebenen Musical „Liudger“ trat es beim Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin und 2010 in München auf.

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