Tennis- und Hockey-Club Münster Kein Geld für eine Mittelinsel

Münster-Roxel -

Der Verwaltungsvorschlag für mehr Verkehrssicherheit am THC-Areal kann derzeit nicht finanziert werden. Es fehlt an Finanzmitteln.

Von Thomas Schubert
Wer den vielbefahrenen Dingbängerweg in Richtung THC-Areal überqueren will, muss gut aufpassen. Geht es nach den Vorstellungen der Stadt, dann könnte eine Mittelinsel dort mehr Sicherheit schaffen.
Wer den vielbefahrenen Dingbängerweg in Richtung THC-Areal überqueren will, muss gut aufpassen. Geht es nach den Vorstellungen der Stadt, dann könnte eine Mittelinsel dort mehr Sicherheit schaffen. Foto: sch

„Fünf Jahre haben wir darauf warten müssen“, merkte Nils Schappler ( CDU ) auf der jüngsten der Sitzung der Bezirksvertretung West spürbar kritisch an, als die Stellungnahme der Verwaltung zum THC-Gelände publik wurde. Denn bereits im August 2012 hatten die Christdemokraten von der Stadt Vorschläge dazu eingefordert, wie die Überquerung des vielbefahrenen Dingbängerwegs in Höhe der THC-Einfahrt für Fußgänger und Radfahrer sicherer gemacht werden kann. Eine Stellungnahme liegt nun vor.

Aus Sicht des Amts für Stadtentwicklung, Stadt- und Verkehrsplanung gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Straßenquerung zu verbessern. Wer vom Fuß- und Radweg entlang der Ostseite des Dingbängerwegs sicher aufs THC-Vereinsgelände wechseln will, dem könnte beispielsweise mit einer Fußgängerampel oder einem Fahrbahnteiler geholfen werden. Letzteres wird von der Verwaltung klar favorisiert. Zumal insbesondere Kinder und Jugendliche ins Visier genommen werden.

Die Planer schlagen vor, nördlich der vorhandenen Zufahrt zum THC-Sportgelände einen Fahrbahnteiler – sprich eine Mittelinsel – in den Dingbängerweg einzubauen. Dafür müssen die Fahrbahn verschwenkt und die Fahrspuren im betreffenden Bereich jeweils auf eine Breite von 3,25 Metern ausgeweitet werden. Grunderwerb sei dafür nicht notwendig, heißt es. 90 000 Euro soll der Einbau der Mittelinsel kosten. Weitere 16 000 Euro fallen für die Beleuchtung der Querungshilfe an.

Der Einbau der Mittelinsel sei die Vorzugslösung, so das Stadtplanungsamt. Sie werde Radlern und Fußgängern, die die Örtlichkeit aus Richtung Sentrup und Mecklenbeck erreichten, eine „sichere und attraktive Querungsmöglichkeit“ bieten.

„Die geplante Mittelinsel bewirkt eine Trennung der beiden Fahrtrichtungen, sodass Kinder immer nur einen Fahrzeugstrom beobachten und lediglich einen Fahrstreifen in einem Zug überqueren müssen“, heißt es in der Stellungnahme der Verwaltung.

Nach Auskunft des THC wird das Vereinsgelände von März bis Oktober täglich von 60 bis 100 Kindern sowie 25 bis 40 Erwachsenen und Studenten besucht. Darüber hinaus werde der Hockeyplatz montags von etwa 80 und freitags von etwa 40 Studenten genutzt. Bei sehr vielen der Besucher handele es sich um Radfahrer. Außerdem gebe es Tennis- und Hockeyturniere mit jeweils rund 200 Personen nebst Zuschauern sowie ein Wintertennistraining für Kinder- und Jugendliche.

Die Installation einer Fußgängerampel an der THC-Zufahrt lehnen die Planer ab. Diese würden von Kindern und Jugendlichen aufgrund der Wartezeiten häufig nicht beachtet: „Die Fußgängerfurt wird dann vielfach entweder nicht benutzt oder bei Rot überquert, wodurch neue Gefahrensituationen entstehen können.“

Ob und wann am THC-Areal etwas passieren kann, lässt sich aktuell nicht sagen. Das nötige Geld ist nicht vorhanden. „Aufgrund der angespannten Haushaltslage ist derzeit nicht abzusehen, wann eine Bereitstellung der erforderlichen Finanzmittel für den Einbau der Mittelinsel möglich sein wird“, erläutert die Verwaltung.

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