Offene Türen und Tore in Pferdeställen und Reithallen „Pferde-Stärken“ in Münsters Westen

Münster-West -

Mehr als 30 Betriebe aus dem Münsterland nahmen an der 13. Auflage der Aktion „Pferde-Stärken“ teil. Auch in Roxel und Gievenbeck wurden interessierte Besucher auf den Reiterhöfen willkommen geheißen.

Von Annegret Lingemann
In der Altenroxeler Reitschule „Hippo Fu n“ kann sich der Nachwuchs auf kleinen Ponys das Reiten beibringen lassen. Auch Kutschfahrten – wie hier auf dem Reiterhof Krützkemper in Gievenbeck (kl. Foto) – wurden im Rahmen des Aktion „Pferde-Stärken“ angeboten.
In der Altenroxeler Reitschule „Hippo Fu n“ kann sich der Nachwuchs auf kleinen Ponys das Reiten beibringen lassen. Auch Kutschfahrten – wie hier auf dem Reiterhof Krützkemper in Gievenbeck (kl. Foto) – wurden im Rahmen des Aktion „Pferde-Stärken“ angeboten. Foto: ann

Das Leben ist kein Ponyhof – oder vielleicht manchmal doch? Geritten wird jedenfalls, und im Münsterland erst recht. Bereits zum 13. Mal in jährlicher Folge fand am Wochenende die Aktion „Pferde- Stärken“ statt. Termin ist immer das zweite August-Wochenende. Über 30 Betriebe präsentierten sich und öffneten Türen und Tore ihrer Pferdeställe und Reithallen.

Ob klein oder groß, alt oder jung, mit oder ohne Reiterfahrung, ob aktiv auf dem Sattel oder nur als Zuschauer – jedermann war eingeladen, den Spaßfaktor „Ponyhof“ auf seinen Gehalt hin zu überprüfen.

Familie Bambana mit den Kindern Lina und dem Baby Samy war schon einmal beim „Kuschel-Club“ der Shetland-Ponys in der Hippo-Fun Reitschule in Altenroxel, wo die Kleinsten ab zweieinhalb Jahren in einem Haltegurt mit Mama oder Papa erste Reiterfahrung machen können. Linas Begeisterung ist groß. „Hier werden wir wohl öfter hinkommen müssen“, erkennt Mutter Inge. Dem Nachwuchs werden altersgerechte Kurse angeboten.

Pferdewirtschaftsmeister Albrecht Stuft leitet mit Ehefrau und Tochter die Reitschule. „Ob Einzelunterricht oder in der Gruppe, erfahrene Reitlehrer sind stets dabei“, sagt er. „Samstags sind auch Ausritte auf den wunderschönen Reitwegen unserer Umgebung möglich, sofern das reiterische Können ausreicht.“

Die Bedeutung der „Pferdestärken“ sieht Claudia Augenstein , Chefin des Reiterhofes Krützkemper in Gievenbeck, doppeldeutig. Zum einen sind damit die kraftvollen PS gemeint, aber die Heilpädagogin weiß genau, dass Tiere und ausgebildete Therapiepferde – wie auf ihrem Hof – eine große Bedeutung für Menschen mit besonderem Förderbedarf haben. Shetland-Ponys, Haflinger und Warmblüter, insgesamt sieben Pferde, ermöglichen Menschen mit physischen oder psychischen Behinderungen unter der Aufsicht von Hippotherapeuten und Reitpädagogen eigene Fähigkeiten zu erfahren und damit „gestärkt“ aus der Begegnung mit dem Tier hervorzugehen.

Das Therapie-Pferd Karamell wird gerade in der Halle an einem Langzügel geführt. „Der Reitpädagoge führt das Pferd von hinten und kann genau sehen, ob der Klient richtig mittig sitzt“, erklärt Claudia Augenstein. Aber auch der Spaß kommt nicht zu kurz. Seniorchef Josef Krützkemper grillt Würstchen, und es wird Kaffee ausgeschenkt. Auf dem Hof fährt ein kleiner Wagen vor, gezogen von einem kräftigen kleinen Pony. Dass es regnet, stört die Kinder in der Kutsche nicht. 

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