Die besonderen Sternsinger Regenten verwandeln sich in Könige

Münster-Nienberge -

„Es war eine ganz spontane Idee,“ sagen die vier Männer mittleren Alters, die am Wochenende in Nienberge-Häger als Sternsinger von Haus zu Haus ziehen.

Von Hubertus Kost
Die Schützenkönige zogen in Häger als „Sternsinger-Könige“ von Haus zu Haus (v.l.): Karl-Heinz Pollmeier, Michael Fennenkötter, Andreas Dworog und Stefan Holtstiege.
Die Schützenkönige zogen in Häger als „Sternsinger-Könige“ von Haus zu Haus (v.l.): Karl-Heinz Pollmeier, Michael Fennenkötter, Andreas Dworog und Stefan Holtstiege. Foto: hko

Als Erwachsene fallen sie besonders auf, denn bei der Sternsinger-Aktion machen bis auf wenige Ausnahmen eigentlich nur Kinder mit. Und noch eine Besonderheit kommt hinzu: Stefan Holtstiege, Michael Fennenkötter, Andreas Dworog und Karl-Heinz Pollmeier sind reguläre Majestäten – drei ehemalige Schützenkönige und der aktuelle „Regent“ der St.-Aloysius- Schützenbruderschaft.

„Wir ziehen als die Heiligen drei Könige durch Häger. Das war zunächst nicht so ganz ernst gemeint“, erinnert sich Andreas Dworog an den Abend, an dem die Idee aufkam und der Beschluss gefasst wurde. Aber es wollte sich auch keiner zurückziehen. Also wurde die Aktion vorbereitet.

Nun gibt es bekanntlich drei „Heilige Könige“, aber vier Schützenkönige wollten losziehen. Kein Problem für die Hägeraner. Stefan Holt­stiege begleitete die Königs-Kollegen und trug den Sack, in dem Süßigkeiten gesammelt wurden. Er war bereits vor 40 Jahren König bei den jungen Sternsingern und überließ diese Würde jetzt den drei anderen.

An zwei Nachmittagen (und bis in die Abende) besuchte das Sternsinger-Königs-Quartett etwa 70 Häuser in Häger und wurde freundlich empfangen. In dem kleinen Ortsteil kennt man sich, und so waren die Besucher für die meisten Familien keine Fremden. „Natürlich haben wir gesungen, unseren Text aufgesagt und den Segensgruß mit Kreide an die Hauswand geschrieben,“ betont Karl-Heinz Pollmeier. Dem aktuellen Schützenkönig und seinen drei Begleitern war bewusst, dass sie dann nicht einfach weiterziehen konnten: „Wir wurden fast überall auf ein paar Minuten ins Haus eingeladen.“

Die Spendendose war an beiden Abenden reichlich gefüllt – und Süßigkeiten gab es auch.

Das von den erwachsenen Sternsingern gesammelte Geld fließt wie die anderen Spenden in die von der bundesweiten Sternsinger-Aktion unterstützten Hilfsprojekte in Indien und auf der ganzen Welt.

Leserkommentare
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5411154?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F141%2F