Sternsinger in Nienberge
Auch Süßigkeiten sind gern gesehen

Münster-Nienberge -

Seit Donnerstagnachmittag sind in Nienberge die Sternsinger unterwegs, um den Segensgruß mit Kreide an die Häuserwände zu schreiben. Nach einem Gottesdienst in der St.-Sebastian-Kirche wurden 60 Mädchen und Jungen in 15 Gruppen ausgesendet.

Freitag, 05.01.2018, 12:01 Uhr

„Gehet hinaus in alle Welt...“: Gestern wurden die Nienberger Sternsinger nach dem Gottesdienst ausgesendet.
„Gehet hinaus in alle Welt...“: Gestern wurden die Nienberger Sternsinger nach dem Gottesdienst ausgesendet. Foto: hko

Feierlich gewandet und versehen mit einem tollen Kopfschmuck: Seit gestern Nachmittag sind in Nienberge die Sternsinger unterwegs, um den Segensgruß mit Kreide an die Häuserwände zu schreiben. Nach einem Gottesdienst in der St.-Sebastian-Kirche wurden 60 Mädchen und Jungen in 15 Gruppen ausgesendet.

„Das sind mehr als in den Vorjahren,“ freute sich Diakon Reinhard Kemper . Einige Kinder sind zum ersten Mal dabei. Ein bisschen aufgeregt waren alle. Die Spenden, die sie bei ihrer Aktion sammeln, kommen Indiofamilien am Amazonas und Kindern in Indien zugute. „Und unsere Sternsinger freuen sich bestimmt auch über einige Süßigkeiten, die sie selbst vernaschen dürfen“ schmunzelte der Diakon.

Vor 60 Jahren gab es die erste bundesweite „Aktion Dreikönigssingen“ des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ und des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend. In Nienberge zogen aber bereits 1952 Sternsinger von Haus zu Haus und überbrachten ihre Segenswünsche.

In den Anfangsjahren wurden mit dem gesammelten Geld lokale kirchliche Projekte unterstützt. Mit dem Start der bundesweiten Sternsinger-Aktion werden die Spenden für Projekte zur Bekämpfung der Armut in Ländern der Dritten Welt eingesetzt.

Reinhold Klumpe, der sich in Nienberge als Heimatforscher engagiert, beschreibt die Geschichte der Sternsinger in einer Ausgabe des „Pfarrblättkens“ aus dem Jahr 2007. Zunächst durften nur Jungen (und auch nur Messdiener) mitmachen, 1967 zogen zum ersten Mal auch Mädchen als Sternsinger durch Nienberge. „Daran mussten sich die Jungen aber erst mal gewöhnen,“ erinnert sich der pensionierte Lehrer. Das hat sich längst geändert. Jungen und Mädchen ziehen gemeinsam von Haus zu Haus.

Was früher noch anders war? „Es lag immer viel Schnee, wenn wir unterwegs waren,“ sagt Peter Fieber. Der Nienberger gehörte 1952 zur ersten Sternsinger-Gruppe in Nienberge und freut sich jedes Jahr wieder, wenn er die Sternsinger begrüßen kann.

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