2500 Zuschauer beim „Volksbank-Münster-Cup“
Mädchen trumpfen auf

Münster-Nienberge -

Insgesamt machten beim „Volksbank-Münster-Cup“ in der Mehrzweckhalle an der Feldstiege 69 Mannschaften mit, 63 waren reine Jungen-Mannschaften.

Montag, 01.01.2018, 17:01 Uhr

Verschnaufpause  für die Spielerinnen von Wacker Mecklenbeck: Sie schauten sich in ihren Pausen die Spiele der anderen Mannschaften an. Beim „Volksbank-Münster-Cup“ präsentierte sich die U15-Mädchenmannschaft (kl. Bild) des SC Nienberge unter der Leitung von Celine Eisfeldt (hinten, 1.v.r.).
Verschnaufpause  für die Spielerinnen von Wacker Mecklenbeck: Sie schauten sich in ihren Pausen die Spiele der anderen Mannschaften an. Beim „Volksbank-Münster-Cup“ präsentierte sich die U15-Mädchenmannschaft (kl. Bild) des SC Nienberge unter der Leitung von Celine Eisfeldt (hinten, 1.v.r.). Foto: sn

Celine Eisfeldt hat Fußball immer mit den Jungens gespielt. Bis sie mit ihrer Freundin Lisa Piotrowski auf die Idee kam, selbst eine Mädchenmannschaft zu gründen. Das war vor fast vier Jahren. Jetzt ist die 18-Jährige Trainerin der U15-Mädchen des SC Nienberge. Und die trumpften beim „Volksbank-Münster-Cup“ groß auf.

Am letzten Tag des großen Turniers für Junioren in der Mehrzweckhalle an der Feldstiege waren die Nachwuchs-Fußballerinnen des SC Nienberge ( SCN ) an der Reihe. Insgesamt machten beim „Volksbank-Münster-Cup“ 69 Mannschaften mit, 63 waren reine Jungen-Mannschaften. Am Samstag aber waren am Vormittag die Mädchen dran. Viel Spielfreude, gelungene Kombinationen, aber auch echter Siegeswille waren zu spüren.

Auch die Großeltern schauten zu, meinte Karin Feldmann, Jugendwartin des SCN. Die Eltern wiederum wirkten hinter den Kulissen: „Ohne sie würde es nicht gehen.“ Brötchen schmieren, Pommes und Bratwurst braten, und den Nachwuchs motivieren, das waren ihre Aufgaben.

„Es wird mit dem Futsal-Ball gespielt“, erklärte Jochen Feldmann , der als Obmann beim SCN ebenfalls für die Jugend zuständig ist. Dieser Ball sei „sprungreduziert“ und deshalb ideal für die Halle geeignet. Auch bei den Stadtmeisterschaften werde er benutzt. Weitere Regeln: Das Spiel dauert nicht 90 Minuten, sondern zwölf. Zwei Minuten Wechselpause sind ebenfalls vorgesehen. Jede Mannschaft hat vier Feldspieler plus Torwart. In der Regel wird sehr oft gewechselt: „Gas geben in der Halle ist anstrengend“, meint Jochen Feldmann. Der aber auch sagt: „Es geht nicht ums Bolzen, sondern um das Spiel am Ball.“

Celine Eisfeld kennt beides. Sie habe sich bei den Jungen immer der Härte des Spiels angepasst, sagt sie. Das kam ihr später zugute. Sogar in die Westfalen-Auswahl der Mädchen hat sie es geschafft. Und sie konnte viele für ihren Sport begeistern. „Sie treibt die anderen richtig an, das macht sie wirklich gut“, meinte Karin Feldmann.

Die Turnieratmosphäre tat ihr übriges. „Das ist besonders motivierend vor Zuschauern zu spielen“, meinte eine Nienberger U15-Mitspielerin, kurz nachdem ihre Mannschaft den Vfl Billerbeck mit 2:0 abgefertigt hatte. „Ich bin gut zufrieden mit der Leistung meiner Spielerinnen“, sagte Eisfeldt. Zusammen mit Thomas Reeken ist sie beim SCN nun für den Mädchenfußball zuständig. Auch eine U13-Mannschaft gibt es. Etabliert hat sich der Mädchenfußball inzwischen beim Verein. Besonders nach der Herren-WM 2014, aus der Deutschland als Weltmeister hervorging, sei der Zulauf groß gewesen. „Technisch spielen die richtig gut“, meinte Jugendobmann Jochen Feldmann. Insgesamt zog er ein positives Fazit, auch aufgrund der geschätzten 2500 Zuschauer.

Der „Volksbank-Münster-Cups“ wird seit 1987 in Nienberge auf die Beine gestellt. 2018 erneut. Auch die Fußballerinnen sind dann dabei. Die Mannschaft von Eisfeldt landete am Ende auf Platz zwei. Sieger in der Altersklasse „U15“ wurde der BSV Roxel. 

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