Ende nach zehn Jahren Elterntreff zieht einen Schlussstrich

Münster-Nienberge -

Ab sofort gibt es den „Elterntreff“ nicht mehr: „Der Bedarf ist einfach nicht mehr da“, so Organisatorin Heike Liebezeit.

Von Siegmund Natschke
Zum letzten Mal gab es am Dienstag im Nienberger Lydia-Zentrum den „Elterntreff“. Nach zehn Jahren ist nun Schluss.
Zum letzten Mal gab es am Dienstag im Nienberger Lydia-Zentrum den „Elterntreff“. Nach zehn Jahren ist nun Schluss. Foto: sn

„Es ist wirklich schade“, meint Heike Liebezeit , eine der Organisatorinnen, die den „Elterntreff“ im Nienberger Lydia-Zentrum Woche für Woche auf die Beine gestellt haben. Damit ist nun Schluss. Ab sofort gibt es den „Elterntreff“ nicht mehr: „Der Bedarf ist einfach nicht mehr da“, so Liebezeit.

Und so war es am Dienstagnachmittag tatsächlich das letzte Mal, dass zumindest in diesem Rahmen das gewohnte Kinderlachen im Lydia-Zentrum an der Plettendorfstraße zu hören war. Und das im Jubiläumsjahr. „Unseren Elterntreff gibt es jetzt zehn Jahre“, erklärt Heike Liebezeit.

Gegründet hatte ihn damals Eva Wiemeyer , die jeden Dienstagmorgen schon die „Spielgruppe“ leitete. Mit dem neuen Angebot wollte sie auch eine Treffmöglichkeit für junge Eltern am Nachmittag schaffen.

Für viele Besucher war das ganz wichtig, besonders für diejenigen Eltern, die ihr erstes Kind bekommen hatten. „Es gab sogar zeitweise eine Hebammen-Sprechstunde im Rahmen des Elterntreffs“, erinnert sich Liebezeit.

Schlafen, essen, spielen – alles rund um das ganz junge Kind war stets Gesprächsthema bei den Eltern. „Ab null Jahren“ waren laut Heike Liebezeit im evangelischen Lydia-Zentrum alle willkommen. Und jede Woche war etwas los. Basteln zu Ostern, einen Laternenumzug im Herbst und Bratäpfel zu Weihnachten, das alles gab es.

Zweimal im Jahr stand auch noch ein selbst organisierter Flohmarkt an, dessen Erlös stets einem karitativen Zweck zugute kam. So spendete der Elterntreff am Dienstag letztmalig 470 Euro. Über diese Zuwendung durfte sich das Nienberger Sozialbüro der beiden Gemeinden freuen.

Mit der Zeit aber wurde die Beteiligung am „Elterntreff“ geringer. „Die Kindergärten haben nun U3- und U2-Angebote“, erklärt sich Liebezeit diesen Umstand. Nun sitzt das Organisatorinnen-Team schon mal alleine da.

Zeit aufzuhören, dachten sich die Verantwortlichen. Am Dienstag gab es noch einmal Bratäpfel, wie in den guten alten „Elterntreff“-Zeiten. Doch ab sofort ist Schluss.

Oder doch nicht? „Wenn sich noch einmal Eltern finden, die so etwas organisieren möchten, kann er ja vielleicht irgendwann wieder aufleben“, meint Heike Liebezeit. Doch es müsste ein offener Treff sein: „Nur per Whatsapp verabreden, das reicht nicht.“

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