Kinder- und Jugendbetreuer Tobias Holtmann verlässt die Gemeinde St. Sebastian „Rock am Turm“ als Höhepunkt

MÜNSTER-NIENBERGE -

Ein guter Freund für viele Kinder und Jugendliche verlässt die Gemeinde St. Sebastian.

Von Siegmund Natschke
Tobias Holtmann, der für die Kinder- und Jugendbetreuung in der St.-Sebastian-Gemeinde zuständig war, verlässt seine bisherige Wirkungsstätte und geht nach Steinfurt.
Tobias Holtmann, der für die Kinder- und Jugendbetreuung in der St.-Sebastian-Gemeinde zuständig war, verlässt seine bisherige Wirkungsstätte und geht nach Steinfurt. Foto: sn

Tobias Holtmann , der für die Kinder- und Jugendbetreuung der Nienberger St.-Sebastian-Gemeinde zuständig ist, hat Protestbriefe erhalten. „Du darfst nicht gehen!“, haben einige Kinder ihm geschrieben. Doch Holtmann geht tatsächlich. Seine neue Wirkungsstätte wird das Hermann-Emanuel-Berufskolleg in Steinfurt sein.

Der 15. März 2015 war der erste Arbeitstag von Holtmann als Nachfolger für Lea Krämer . Zuvor war er in der stationären Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Ottmarsbocholt tätig.

Schwierige Fälle

Es waren die schwierigen Fälle, mit denen er zu tun hatte: Diejenigen, die Gewalterfahrungen machen mussten oder gravierende psychische Probleme hatten. Für die gab es Intensiv-Wohngruppen, in denen auch Holtmann arbeitete. Dann aber wollte er auch mal etwas anderes machen. Da kam die Möglichkeit, in Nienberge tätig zu werden. „Ich bin gut in das Team aufgenommen worden“, sagt er nun, und dasselbe wünsche er seinem Nachfolger auch.

Weite Strecken

Die weiten Strecken, die er von seinem Wohnort in Ochtrup nach Nienberge regelmäßig fahren musste, seien ein Grund für seine Entscheidung gewesen, die Stelle in Steinfurt anzunehmen: „Dorthin brauche ich nur eine Viertelstunde mit dem Auto“. Auch Zugfahrten seien möglich, das Berufskolleg liege nämlich direkt am Bahnhof. Und an seiner neuen Wirkungsstätte wird er auch wieder „klassische“ Sozialarbeit machen.

„Wenn den Lehrer dort etwas an jemandem auffällt, sagen sie mir Bescheid, dass auch mal ein Sozialpädagoge drauf schauen kann“, so Holtmann. Projektbezogenes Arbeiten in den Klassen gebe es ebenso. Die neue Aufgabe ist eine langfristige: Holtmann übernimmt eine unbefristete Vollzeitstelle.

Viel Optimismus

„Ein Ende ist nicht immer leicht“, sagt er: „Doch die Dinge, die vor mir liegen, machen es auch aufregend und lassen viel Optimismus zu.“

Und was waren die Höhepunkte seiner Arbeit in Nienberge? Da braucht Holtmann nicht lange überlegen: „Die Mitarbeit im Rock-am-Turm-Team“, meint er: „Es ist einfach cool, was die Jugendlichen auf die Beine stellen.“

„Willkommen gefühlt“

Auch habe es ihn gefreut, dass der „Kindertreff“ in Nienberge und Häger so gut angekommen sei. Deswegen ist es ihm auch wichtig, dass es weitergeht: „Die Stelle als Sozialpädagoge muss neu besetzt werden.“ Im Januar bereits fängt er in Steinfurt an. Die nächste Woche wird die letzte für Holtmann in Nienberge sein. Bereits am heutigen Freitag wird Holtmann um 19 Uhr im Pfarrheim St. Sebastian verabschiedet.

„Ich gehe nicht, weil ich mich hier unwohl gefühlt hätte“, betont er: „Ich habe mich in meiner Arbeit sehr wohl und willkommen gefühlt.“ Und vielleicht genau deswegen braucht er für seinen Abschied auch nur ein Wort: „Dankeschön!“

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