St.-Sebastian-Schützen
Das Ende vorerst abgewendet

Münster-Nienberge -

Um es vorwegzunehmen: Die Schützenbruderschaft hat sich am Samstag nicht aufgelöst. Dennoch stand das Aus zur Diskussion.

Montag, 27.11.2017, 18:11 Uhr

Mit neuem Team geht es weiter: Dennis Schmitz (5.v.l.) übernimmt die Geschicke der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft in Nienberge. Die Mitglieder wählten Vorgänger Thomas Rösmann (r.) zum Ehrenvorsitzenden.
Mit neuem Team geht es weiter: Dennis Schmitz (5.v.l.) übernimmt die Geschicke der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft in Nienberge. Die Mitglieder wählten Vorgänger Thomas Rösmann (r.) zum Ehrenvorsitzenden. Foto: sn

Steht die Nienberger St.-Sebastian-Schützenbruderschaft vor dem Aus? Diese bange Frage stellten sich viele, die die Tagesordnung für die Generalversammlung im „Wirtshaus zur Post“ gelesen hatten. Unter Punkt zehn war das Thema angesetzt: „Auflösung des Vereins“. Was ist da los bei St. Sebastian?

Um es vorwegzunehmen: Die Schützenbruderschaft hat sich am Samstag nicht aufgelöst. Das wäre auch nicht möglich gewesen. „Wir sind heute nicht beschlussfähig“, erklärte der amtierende Schriftführer Dennis Schmitz . Dazu hätten nämlich Zweidrittel der Mitglieder versammelt sein müssen. 187 sind derzeit in der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft organisiert, aber nur 43 hatten sich auf den Weg zum „Wirtshaus zur Post“ aufgemacht.

„Vor neun Jahren hatten wir noch 500 Mitglieder“, meinte Vorsitzender Thomas Rösmann : „Wir bekommen zunehmend Probleme und kommen mit den Kosten nicht klar.“ Kassierer An­dreas Mosel meinte: „Wenn eine Schützenbruderschaft kein Schützenfest mehr finanzieren kann, dann bleiben nur Beitragserhöhungen oder die Auflösung.“ Die erste Möglichkeit fände keine Mehrheit.

Als dann Stimmen laut wurden wie „Macht endlich einen Cut. Es hat keinen Sinn mehr“, wurde überlegt, eine außerordentliche Versammlung einzuberufen, die die Auflösung zum Thema haben solle. Doch die Stimmung kippte wieder. „Unsere Großväter und Urgroßväter haben die Schützenbruderschaft gegründet. Die macht man nicht einfach so dicht“, meinte Rösmann, der eine Art Domino-Effekt für andere Vereine in Nienberge fürchtete: „Das schadet unserem Dorf!“

Musikzug-Urgestein Günter Gesterkamp schaffte es durch einen flammenden Appell schließlich, die Auflösung vorerst vom Tisch zu bringen: „Wir sind kein Verein, wir sind eine Schützenbruderschaft, die im nächsten Jahr ihr 125-jähriges Bestehen feiert!“ Donnernder Applaus. Dennis Schmitz ergriff das Wort: „Wir machen jetzt erstmal die nächsten zwei Jahre weiter“, meinte er: „Wir haben einen Plan, das verspreche ich euch!“ So wolle man verstärkt die Jugend ansprechen, schon bei den Jubiläumsfeierlichkeiten, wo erstmals eine „Summernight Party“ geplant sei. Dieses Jubiläum sei gesichert, sagte Rösmann, und werde auf jeden Fall stattfinden.

Nachdem der dickste Brocken bewältigt war, standen vor allem noch Wahlen im Vordergrund. Wie angekündigt, trat Thomas Rösmann nicht mehr erneut als Vorsitzender an. Er wurde aber zum Ehrenvorsitzenden gewählt, Dennis Schmitz ist sein Nachfolger. „Ich mache das gerne“, so Schmitz. Zweiter Vorsitzender ist Roland Schmitz, Schriftführer Marco Krane.

Als neue Beisitzer wählten die Mitglieder Jasmin Schemann und Victoria Riemann. Frank Röhm wurde als Hauptmann bestätigt, Fahnenoffizier ist Jörg Bückmann. Als Jungschützenmeisterin bestätigten die Mitglieder schließlich Nadine Schmitz.

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