Oktoberfest Nienberge 2017 Fass-Anstich mit dem ersten Schlag

Münster-Nienberge -

Ludger Häger, der Vorsitzende der Augustiner-Schützen aus Häger, hat am Samstag gezeigt, wo der Hammer hängt: Mit nur einem Schlag gelang ihm der Fass-Anstich beim Oktoberfest in Nienberge. Danach sprudelte der Gerstensaft in Strömen. Fesche bayerische Tracht war Ehrensache in Nienberge.

Von Siegmund Natschke

Ludger Häger, der Vorsitzende der Augustiner-Schützen aus Häger, hat am Samstag gezeigt, wo der Hammer hängt: Mit nur einem Schlag gelang ihm der Fass-Anstich beim Oktoberfest in Nienberge. Danach sprudelte der Gerstensaft in Strömen. Also gleich mehrere Anlässe zum Jubeln.

Ganz schnell füllte sich das große Festzelt an der Feldstiege. „Wir können doch nicht die Leute im Regen stehen lassen“, meinte Friedhelm Berger , der Vorsitzende des Musikzugs Nienberge, verschmitzt. Und so wurde der Einlass spontan ein wenig vorverlegt.

Der Ansturm auf das Oktoberfest des Musikzugs kam in dieser Heftigkeit dann doch überraschend. Es gab aber eine Erklärung dafür: „Die Leute kennen uns hier. Auch die vielen Vereine“, meinte Friedhelm Berger, der sichtlich zufrieden war angesichts des Erfolges der sechsten Auflage des Oktoberfestes in Nienberge.

Noch etwas fiel auf: Nahezu jeder hatte eine bayerische Tracht an. „Wer keine trägt, fällt auf“, sagte Friedhelm Berger. Viele junge Leute waren dabei. „Ich hab´ heut´ meine ganzen Kumpels mit“, so ein junger Oktoberfest-Besucher.

Los ging es mit dem Einmarsch des Musikzuges, den die Oktoberfest-Besucher mit polterndem Applaus und rhythmischem Klatschen begleiteten. Dann ging es schon zur Sache. Ludger Häger schritt nach vorne. Geübt hatte er für seine Aufgabe schon vorher. Der Musikzug hatte ihm einen Fassanstich-Hammer überlassen, mit dem er die richtige Technik ausprobieren konnte.

Nur ein kurzer Augenblick, und der Zapfhahn war drin, mit dem ersten Versuch. Oberbürgermeister Lewe habe drei gebraucht beim Oktoberfest in Münster, so hieß es. Alle waren stolz auf Häger. Der schnelle Fass-Anstich scheint so etwas wie zur Tradition geworden zu sein: Beim letzten Oktoberfest des Musikzugs schaffte nämlich Franz-Josef Suttrup, Vorsitzender der St.-Aloysius-Schützenbruderschaft, diese besondere Aufgabe ebenfalls mit dem ersten Schlag. Lang ging es am Samstag bis es in die tiefe Nacht hinein, die Band, die Böhmischen Drei-Zehn“, sorgte dabei für zünftige Stimmungsmusik.

Am nächsten Mittag gab es dann den Bayerischen Fünfkampf mit Disziplinen wie „Maßkrugstemmen“, „Wettnageln“ oder das Melken der hölzernen Kuh Erna. Auch die Löschzüge Nienberge und Häger-Uhlenbrock machten mit. Auf sie wartete noch eine ganz besondere Auszeichnung: Beide Freiwilligen Feuerwehren erhielten die 1. Nienberger Verdiensttrophäe. Dafür, dass sie 365 Tage im Jahr für das Wohlergehen der Menschen im Stadtteil bereitständen, wie es hieß. Feiernd ging so auch der zweite und letzte Tag dieses großen Oktoberfestes zu Ende.

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