Zukunftswerkstatt für Nienberge Bürger sollen die Impulse geben

Münster-Nienberge -

Es war eine markante und zugleich fordernde Aussage des neuen Vorsitzenden der Nienberge Ortsunion. „Jetzt ist Nienberge mal dran“, sagte Meik Bolte bei seiner Vorstellung als CDU-Chef. Nun lassen die Christdemokraten den Worten auch Taten folgen.

Von Kay Böckling
Vorstands-Mitglieder der CDU Nienberge um den neuen Ratsherren Georg Fehlauer (vorn l.) rufen zur Teilnahme an der Zukunftswerkstatt auf.
Vorstands-Mitglieder der CDU Nienberge um den neuen Ratsherren Georg Fehlauer (vorn l.) rufen zur Teilnahme an der Zukunftswerkstatt auf. Foto: kbö

Der Vorstand unterstützt die von der Stadt Münster initiierten „Zukunftswerkstätten“ für die Stadtteile und hat Nienberge in der Prioritätenliste von ganz weit hinten an die zweite Stelle gebracht.

„Wir sind mit dieser Thematik – also der Entwicklung Nienberges – eigentlich schon seit Jahren beschäftigt“, sagt Bezirksvertreter Markus von Diepenbroick-Grüter . Allerdings seien diverse Anträge von der Stadt zurückgestellt worden. Als Beispiel nennt er frühere Überlegungen, die Sportanlagen des SC Nienberge zu verlagern und dort Flächen für den Wohnungsbau bereitzustellen.

Durch die Zukunftswerkstätten sieht die Nienberger CDU nun die Möglichkeit, Nienberge auf den richtigen Weg zu bringen – sowohl in Sachen Wohnungssituation als auch in puncto Infrastruktur und Attraktivierung des Ortskerns. In diesem Zusammenhang sagt Georg Fehlauer , neuer Ratsherr für Nienberge: „Politik kann zwar nicht verhindern, dass ein Geschäft im Ortskern schließt. Politik kann aber die Rahmenbedingungen schaffen, dass eine Geschäftstätigkeit möglich ist.“

Was hat man sich unter dem Begriff „Zukunftswerkstatt“ vorzustellen? Fehlauer: „Das zielt auf die Probleme eines Stadtteils ab.“ Es gelte festzustellen, was an den einzelnen Stellen fehle oder nicht optimal laufe. „Es mangelt oft nicht nur am nicht vorhandenen Bauland, sondern auch an der Infrastruktur oder dem altengerechten Wohnen.“

Bei dieser Bestandsanalyse will die Nienberger Ortsunion nun nicht als alleiniger Ideengeber fungieren, sondern „den Bürger mitnehmen“, wie es Balthasar Dieckmann aus dem CDU-Vorstand formuliert. Fehlauer nennt ein Beispiel: „Letztens bin ich darauf angesprochen worden, ob die Regelung auf der Sebastian­straße noch zeitgemäß ist, oder ob man sie nicht vielleicht doch als Einbahnstraße ausweist.“

Meik Bolte möchte im Zuge der Zukunftswerkstatt in den Dialog mit den Akteuren vor Ort – von Geschäftsleuten bis hin zu Vereinsvertretern und jedem einzelnen Bürger – treten und diese Zukunftsfragen angehen: „Wir laden alle Interessierten dazu ein, mit uns ins Gespräch zu kommen.“ Es gehe nicht darum, später zu sagen „die CDU macht das jetzt so“: „Wir wollen die Bürger nicht nur hinter uns wissen, sondern neben uns.“ Dieckmann: „Wir wollen von den einzelnen Institutionen die Punkte und Probleme sammeln, die anstehen. Dann muss man sehen, welche Möglichkeiten die Verwaltung zum Handeln sieht.“

Ganz wichtig: Die Mitglieder des CDU-Vorstands warten nicht die Kontaktaufnahme ab, sondern gehen aktiv auch die Bürger, Vereinsvertreter oder Geschäftsleute zu, wie Fehlauer verspricht. Eine Publikation werde auf die Zukunftswerkstatt und ihre Ziele aufmerksam machen.

Ein genaues Zeitfenster für die Zukunftswerkstatt für Nienberge gibt es nicht. Fehlauer: „Dieses Zeitfenster müssen wir mit der Verwaltung abstimmen.“ Der Stadtteil Amelsbüren durchlaufe soeben diesen Prozess. Anfang des nächsten Jahres sei ein realistischer Zeitpunkt.

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