Fotos für Heimatblatt gesucht Forschen in der Dorf-Historie

Münster-Nienberge -

Das Heimatblatt (Herausgeber ist der „Heimatverein Nienberge“) gibt es seit 32 Jahren. Es hat ganz überwiegend lokale Themen. Nun geht es darum, historische Fotos u sammeln.

Von Hubertus Kost
„Das alte Dorf“  werden Reinhold Klumpe (l.) und Werner Döring im Heimatblatt für Nienberge vorstellen. Dafür sind sie noch auf der Suche nach Fotos aus alten Zeiten.
„Das alte Dorf“  werden Reinhold Klumpe (l.) und Werner Döring im Heimatblatt für Nienberge vorstellen. Dafür sind sie noch auf der Suche nach Fotos aus alten Zeiten. Foto: Hubertus Kost

An erster Stelle steht das Pastorat (Dorf 1) mit der Kirche, dann kommt die Gastwirtschaft (Dorf 2), es folgen Küsterei und Schule. Die Bezeichnung „Dorf“ mit der Zahl dahinter war in den vergangenen Jahrhunderten auch in Nienberge der Vorläufer der Straßennamen. Und jeder wusste, um welches Gebäude es sich handelt.

Etwa 50 Häuser mit den damaligen Bezeichnungen gab es (und gibt es zum Teil noch) im alten Dorf Nienberge. Darüber wollen Reinhold Klumpe und Werner Döring zum Ende des Jahres im „Heimatblatt für Nienberge“ berichten und die Geschichte des Dorfes anhand von Häusern vorstellen.

Das Heimatblatt (Herausgeber ist der „Heimatverein Nienberge“) gibt es seit 32 Jahren. Es hat ganz überwiegend lokale Themen. So berichten die beiden Hobby-Heimatforscher in der Ausgabe 2016 über die Nienberger Dorfbauerschaft, im nächsten Heimatblatt steht der alte Dorfkern im Mittelpunkt.

Wer Reinhold Klumpe und Werner Döring bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit besucht, der merkt sofort das große Interesse und den Spaß, mit dem sich der pensionierte Lehrer und der alteingesessene Kaufmann der selbst gestellten Aufgabe widmen. Alte Unterlagen werden gewälzt, in Archiven wird gestöbert, Fotos werden gesichtet.

Für Klumpe und Döring ist das nicht die erste „Forscherarbeit“. Beide Nienberger beschäftigen sich leidenschaftlich mit Heimatgeschichte. Während seiner aktiven Zeit als Lehrer an der Grundschule hat Reinhold Klumpe den Jungen und Mädchen Heimatkunde ganz lebendig bei Führungen durch das Dorf vermittelt, Werner Döring vertieft sich gern in Ahnenforschung über seine Familie.

Mit der Recherche zum „Dorf-Projekt“ haben die Autoren des Heimatblatts im vergangenen Jahr begonnen – und sie freuen sich immer wieder, was sie dabei so alles „ausgraben“. So gab es 1851 die erste Post-Agentur in Nienberge, und zwar an der Kirche bei der Gastwirtschaft Küstermenke. Und bereits seit 1571 sind sämtliche Küster nachweisbar, die in Nienberge tätig waren. Küster waren übrigens zugleich Lehrer – und der letzte „Küster-Lehrer“ war Carl Hißmann.

Für ihr Projekt sind Reinhold Klumpe und Werner Döring noch auf der Suche nach einigen Fotos aus alten Zeiten und bitten deshalb die Nienberger Bürger, in den eigenen heimischen Fotosammlungen nachzuschauen und Aufnahmen zur Verfügung zu stellen. „Da findet sich bestimmt etwas“, davon sind beide überzeugt. Kontakt: ✆ 0 25 33 / 22 23 (Klumpe) und ✆ 0 25 33 / 46 97 (Döring).

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