Heroldstraße
Baustellenzufahrt wird eingerichtet

Münster-Mecklenbeck -

Die Arbeiten sollen bis zum Jahr 2022 dauern: In Mecklenbeck wird das Mammutprojekt „Beseitigung des Bahnübergangs Heroldstraße“ in Angriff genommen.

Dienstag, 19.12.2017, 20:12 Uhr

Erste Arbeiten zur geplanten Verschwenkung der Mecklenbecker Heroldstraße nebst Beseitigung des Bahnübergangs haben begonnen: Die Baustellenzufahrt wird hergerichtet, damit dort künftig große Fahrzeuge und schwere Maschinen verkehren können.
Erste Arbeiten zur geplanten Verschwenkung der Mecklenbecker Heroldstraße nebst Beseitigung des Bahnübergangs haben begonnen: Die Baustellenzufahrt wird hergerichtet, damit dort künftig große Fahrzeuge und schwere Maschinen verkehren können. Foto: sch

Wer in den vergangenen Tagen am Bahnübergang Herold­straße vorbeigekommen ist, dem wird es aufgefallen sein: Erste Arbeiten für das Mammutprojekt „Beseitigung des Bahnübergangs Heroldstraße“ haben begonnen. Es soll – wie berichtet – in rund fünfjähriger Bauzeit bis zum Jahr 2022 realisiert werden und mit veranschlagten Gesamtkosten in Höhe von rund 27 Millionen Euro zu Buche schlagen.

Entlang des südlich der Bahnlinie verlaufenden einspurigen Sackgassenteils der Heroldstraße, dessen Befahren bislang Anliegern vorbehalten war, wurden sämtliche Bäume und Sträucher gefällt. Mitarbeiter einer von der Stadt beauftragten Firma verbreitern die Einmündung der Anliegerstraße in den Hauptstrang der Heroldstraße. „Wir richten die Baustelle ein“, sagt Projektleiter Jürgen Teigelmeister vom städtischen Tiefbauamt.

In den kommenden Jahren gibt es viel zu tun: Der jetzige Sackgassenteil wird auf über 500 Metern Länge in einen Fuß- und Radweg verwandelt. Direkt daneben verlaufen soll das neue zweispurige Teilstück der Verkehrsader. In der unmittelbaren Nachbarschaft des Mecklenbecker Stadtbereichszentrums wird die „neue Heroldstraße“ in einem Trogbauwerk unter den Bahngleisen hindurchgeführt. In Höhe der Meyerbeerstraße soll sie in die Weseler Straße münden. Im Anschluss sehen die Pläne vor, den jetzigen Bahnübergang komplett zu schließen. Der Verkehr soll dann ohne die vielbeklagten Dauerstaus vor den Bahnschranken ungehindert laufen können.

Zuerst einmal wird nahe des Stadtbereichszentrums mit dem Bau einer Eisenbahnbrücke begonnen. Diese soll bis Ende 2018 fertiggestellt sein und sechs Bahngleise tragen. Unterhalb der massiven Brücke wird im Anschluss das geplante Trogbauwerk entstehen. Darüber hinaus soll im Zuge der nun anstehenden ersten Projektphase auch die nötige Umlegung des Getterbachs in Angriff genommen werden.

In der Nachbarschaft haben die aktuellen Arbeiten offenbar bereits für Unruhe gesorgt: Karl-Heinz Schallenberg , der am Hafkhorst nahe der Bahnlinie wohnt, schickte der Redaktion unserer Zeitung eine E-Mail. In dieser ärgert sich der Mecklenbecker darüber, dass die Bäume und Sträucher entlang des Sackgassenstücks der Heroldstraße gefällt wurden. Von „einer schönen Weihnachtsüberraschung“ im negativen Sinne sowie einer „Untat“ ist die Rede. „Man hat uns das letzte Grün genommen und damit viel Sauerstoff“, beschwert sich Schallenberg.

Jürgen Teigelmeister verweist darauf, dass die Baum- und Strauchfällaktion notwendig sei und bis zum Februar durchgeführt werden musste, um im Zeitplan zu bleiben und weil Versorgungsleitungen verlegt werden müssten. Die Baustellenzufahrt werde künftig von Großtransporten und schweren Gerätschaften befahren, zu denen unter anderem auch ein 100 Tonnen schweres Gerät für Bohrungen zähle.

Der mit dem Gesamtprojekt verbundene Eingriff in die Natur werde mit Renaturierungsmaßnahmen im Bereich der Münsterischen Aa kompensiert, erläutert der Fachmann vom Tiefbauamt. Sei ursprünglich vorgesehen gewesen, dies in Roxel zu tun, so sei die dafür ins Auge gefasste Fläche „nicht zum Zuge gekommen“.

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