Umgestaltung des Dingbängerwegs
Eine Infoveranstaltung reicht nicht

Münster-Mecklenbeck -

Wenn es um die Neugestaltung des Dingbängerwegs geht, dann sollen die Bürger in die Planungen ausreichend einbezogen und natürlich auch bestmöglich informiert werden. Das fordern die Mitglieder der Bezirksvertretung Münster-West.

Dienstag, 21.11.2017, 20:11 Uhr

Blick auf den Dingbängerweg im Bereich der Kita „In der alten Schule“: Auch dort soll bei der Umgestaltung der Straße angesetzt werden, fordert die CDU-Fraktion der Bezirksvertretung Münster-West.
Blick auf den Dingbängerweg im Bereich der Kita „In der alten Schule“: Auch dort soll bei der Umgestaltung der Straße angesetzt werden, fordert die CDU-Fraktion der Bezirksvertretung Münster-West. Foto: sn

Wie kann der Dingbängerweg sicherer und attraktiver werden? Diese Frage stand in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung West im Vordergrund. Die CDU-Fraktion hatte im Juni dieses Jahres ein „Entwicklungskonzept Dingbängerweg“ angeregt. Das hatte sie – wie berichtet – auch schon im Oktober 2014 getan. Jetzt hat die Verwaltung Stellung bezogen: Etliche Maßnahmen sind geplant. Doch die Bezirksvertreter mahnten eine größere Bürgerbeteiligung an.

11 000 Fahrzeuge waren es noch im Jahr 2011, die jeden Tag den Dingbängerweg passierten. Doch dann wurde die Fritz-Stricker-Straße gebaut, die ein wenig mehr stadteinwärts liegt und ebenso eine Alternative für die alltägliche Autofahrt darstellt. Das hatte offenbar Wirkung: Nach einer Verkehrszählung im Jahr 2015, waren es nach Darlegung der Verwaltung nur noch 7800 Kraftfahrzeuge pro Tag. „Wir haben den Dingbängerweg inzwischen herabgestuft“, erläuterte Guido ­Koops vom Stadtplanungsamt. Nämlich zur Gemeindestraße, allerdings bleibe er eine „Haupterschließungsachse“ für den Straßenverkehr.

Viele Maßnahmen kann sich die Verwaltung nun vorstellen: Etwa den Rückbau der Fahrbahn von 7,50 Meter Durchmesser auf 6,50 Meter. Außerdem seien 44 Längsparkplätze entlang des Dingbängerweges geplant, so ­Koops, vorher seien es nur 28 gewesen. Außerdem: „Es macht Sinn, an der Überquerung zur Peter-Wust-Schule eine Mittelinsel einzuplanen.“ Dasselbe gelte in Höhe des Einkaufszentrums. Dort solle ebenfalls eine neue Mittelinsel entstehen. Für die bereits bestehende Insel an der Kreuzung Weseler Straße / Dingbängerweg ist eine Verbreiterung auf 2,50 Meter geplant. Außerdem, so meint die Verwaltung, könne die Sicherheit dadurch erhöht werden, dass Radwege in einer Breite von 2,10 Meter sowie Sicherheitstrennstreifen und Gehwege mit in die Planungen aufgenommen würden.

Ein Mammutprojekt. Die Stadt rechnet mit Kosten in Höhe von 3,5 Millionen Euro. Und es gibt noch mehr zu berücksichtigen: Die Planungen sollten auch die Kita „In der alten Schule“ mit einbeziehen, meinte Peter Wolfgarten , der Vorsitzende der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung: „Jedes Mal, wenn Eltern ihre Kinder abholen, bricht dort das Chaos aus.“ Außerdem beziehe sich die Verwaltung in ihren Planungen nur auf „Tempo 50“, nicht aber auf ein dort denkbares „Tempo 30“.

Und es gab noch einen anderen Punkt, der zu Kritik führte: Die Stadt möchte nämlich nur eine einmalige Informationsveranstaltung für die Bürger zum Dingbängerweg. Die Christdemokraten pochten jedoch auf eine Stadtteilwerkstatt mit einer dreistufigen Bürgerbeteiligung, die von der Information über die Einbringung von möglichen Anregungen und Bedenken der Bürger bis hin zu einem Schlussbericht mit Verfahrensvorschlägen reicht. „Eine einmalige Informationsveranstaltung ist völlig unzureichend“, meinte auch Peter Koch-Tölken von der FDP, „hier entsteht eine neue Ortsmitte.“

Udo Junge von der SPD wiederum signalisierte die Zustimmung seiner Fraktion  „in allen Punkten“ zu den Anregungen der CDU , die diese in Form eines einstimmig angenommenen Änderungsantrags einbrachte. Die Bürgerbeteiligung zum Dingbängerweg soll, so die Bezirksvertreter, schon im ersten Quartal 2018 beginnen. Die Verwaltung hatte dafür ursprünglich das zweite Quartal vorgesehen.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5305574?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F140%2F
„Frau wäre fast unter Auto geraten“
(Symbolbild)
Nachrichten-Ticker