Straßenbenennung in Mecklenbeck „Nach bestem Wissen und Gewissen“

Münster-Mecklenbeck -

Die CDU in der Bezirksvertretung Münster-West verteidigt ihr Votum für einen Reinhard-Klose-Weg im Mecklenbecker Neubaugebiet gegen laut gewordene Kritik.

Von Thomas Schubert
Rechtfertigt das Vorgehen der CDU: Peter Wolfgarten.
Rechtfertigt das Vorgehen der CDU: Peter Wolfgarten.

Die teils herbe Kritik, die die CDU der Bezirksvertretung West – wie berichtet – für die zusammen mit der FDP durchgesetzte Änderung bei den Straßennamen im Neubaugebiet Meckmannweg / Schwarzer Kamp erhalten hat, haben die Christdemokraten zu einer Stellungnahme veranlasst: In dem Schreiben erläutern sie einmal mehr, warum sie im neuen Wohnquartier künftig einen Reinhard-Klose-Weg statt eines Henriette-Hertz-Wegs haben wollen.

Reinhold Klose (1932- 2005) sei ein verdienter Mecklenbecker gewesen. Er sich habe über vier Jahrzehnte in der evangelischen Kirche als Presbyteriumsmitglied, Kirchenmeister, Mitglied der Kreissynode, Leiter des Posaunenchors und auch Posaunenwart des evangelischen Kirchenkreises aktiv engagiert.

„Er wirkte mit bei der Entwicklung der Nachbarschaft Rote Erde / Schwarzer Kamp. Seit 1989 war er auch aktives Mitglied im Bürgerverein für Mecklenbeck, wegen seiner Tätigkeiten für den Verein wurde er 2002 zum Ehrenmitglied ernannt“, heißt es in der Stellungnahme weiter. Klose sei ein erklärter Freund Israels sowie dessen jüdischer wie arabischer Bürger gewesen.

„Die wenigsten von uns können auf eine so lange Zeit aktiver ehrenamtlicher Tätigkeit zurück blicken. Er war und ist Vorbild und verdient breite Unterstützung“, so die Christdemokraten. Um Klose zu ehren, hätten der Bezirksvertretung Anträge der evangelischen Kirchengemeinde und des Heimatvereins Mecklenbeck vorgelegen: „Diesem Ansinnen sind wir gern gefolgt, und haben dort, wo er gelebt und gewirkt hat, eine Straße nach ihm benannt.“

Im Hinblick auf den Reinhold-Klose-Weg von einer „fragwürdigen Entscheidung“ oder einem „Umbenennung-Coup“ zu sprechen, entbehre jeglicher Grundlage, meint CDU-Fraktions-Chef Peter Wolfgarten. Einen Münster-Konsens gebe es in dieser Sache auch nicht: „Letztlich entscheiden Mehrheiten, so die parlamentarische Regel.“ Die CDU habe die Entscheidung nach besten Wissen und Gewissen getroffen. Wer Mehrheiten durch Nachlässigkeiten verliere, müsse sich damit abfinden.

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