Martin-Luther-Kirche Ein Vormittag im Zeichen Luthers

Münster-Mecklenbeck -

Auf den Spuren des großen Reformators konnten Kinder aus der evangelischen Kirchengemeinde in Mecklenbeck zusammen mit Pastorin Friederike Barth wandeln. Es ging zurück ins 15. Jahrhundert.

Ablassbriefe gestalteten die Kinder zu gesellschaftlichen Problemen und hängten diese an die Kirchentüren.
Ablassbriefe gestalteten die Kinder zu gesellschaftlichen Problemen und hängten diese an die Kirchentüren. Foto: apr

Kirchengeschichte hautnah erleben – das bot die evangelische Gemeinde in ihrem neuen Programm „Auf Luthers Spuren“ den Kindern. Gekleidet im Gewand eines Pfarrers und Professors des 15. Jahrhunderts schlüpfte Pastorin Dr. Friederike Barth in die Rolle von Magister Luther. Sie nahm die Kinder für einen Vormittag mit auf einen Ausflug in die Vergangenheit.

Die Veranstaltung bot „eine kleine Reise in Luthers Leben“ – vom Basteln eigener Ablassbriefe und Windlichtern mit der Lutherrose, bis hin zum Schreiben mit echten Federn. Einen Höhepunkt stellte dabei die nachgespielte Szene von Luthers berühmter Begegnung mit dem Teufel auf der Wartburg dar: Statt zum Tintenfass griffen die Kinder zu Wasserbomben, um den aufgemalten Teufel  abzuwerfen und zu bannen. 

Neben Spaß stand zudem die wichtige Botschaft im Zentrum, dass der Mensch an sich schon „gut genug ist“ und nicht erst arbeiten muss, um Christ sein zu dürfen. Diese „ultimative Befreiung“, die Luther damals erfuhr, solle die Kinder gerade im Umgang mit Leistungsdruck begleiten, betonte Pastorin Friederike Barth.

Damit lautete das Motto des Vormittags, sich „Luther spielerisch zu nähern“. Denn neben Vorträgen und anderen historischen Würdigungen zum Doppeljubiläum „Reformationsjahr und 50-jähriges Bestehen der Martin-Luther-Kirche in Mecklenbeck“, war es der Pfarrerin besonders wichtig, dass die „Kinder im Programm nicht hinten runterfallen“.

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