Festival „Kunst in Mecklenbeck“ Mit Gummistiefeln mitten im Fluss

Münster-Mecklenbeck -

Annette Ralla ist mit von der Partie, wenn im September im Bürgerzentrum Hof Hesselmann das Festival „Kunst in Mecklenbeck“ über die Bühne geht. Sie stellt dabei einige ihrer sehenswerten Foto-Kunstwerke aus.

Von Alisa Preusser 
Wolken und Wasser, das sind Annette Rallas liebste Motive. Sie geben einen Vorgeschmack auf ihren Beitrag zum Festival „Kunst in Mecklenbeck“. Am Schreibtisch und PC verbringt die Fotografin oftmals viele Stunden, bis ihr Kunstwerke vollendet sind.
Wolken und Wasser, das sind Annette Rallas liebste Motive. Sie geben einen Vorgeschmack auf ihren Beitrag zum Festival „Kunst in Mecklenbeck“. Am Schreibtisch und PC verbringt die Fotografin oftmals viele Stunden, bis ihr Kunstwerke vollendet sind. Foto: apr

Die Störche waren ihr erstes Motiv – diese Vogelart veranlasste Annette Ralla im Jahr 2003 dazu, sich mit der Kamera auf die Jagd nach den grazilen Wesen der Lüfte aufzumachen. Seitdem hat die Tier- und Landschaftsfotografie sie fest im Griff. Vom 15. bis 17. September wird sie zu den Künstlern zählen, die beim Festival „Kunst in Mecklenbeck“ (KiM) im Bürgerzentrum Hof Hesselmann eine Auswahl ihrer Werke präsentieren.

Der Natur ganz nah sein, um ihre geheimen Winkel in Momentaufnahmen einzufangen, dafür „muss man eine gute Perspektive haben“, sagt Annette Ralla. Manchmal bedeutet das eben auch, in den neu gekauften Gummistiefeln auf einem Stein mitten im Fluss mit dem Stativ auszuharren.

Magische Momente findet die Fotografin besonders dann, wenn andere noch schlafen und die Sonne noch nicht hinter dem Horizont hervorschaut. Um das beste Licht einzufangen, ist Annette Ralla manchmal eine echte Frühstarterin und steht „mit den Hühnern zwischen vier und fünf Uhr“ auf.

Wolken und Wasser ziehen sie ganz besonders in den Bann. Der Aasee ist vor allem im Herbst mit seinem Farbenschauspiel ein beliebtes Motiv der Fotografin. Als gebürtige Münsteranerin kennt sie sich in der Umgebung bestens aus. Vor Kurzem war sie morgens in aller Frühe in den Bockholter Bergen zwischen Münster und Greven unterwegs, um das in Nebelschwaden getauchte Heidegras zu fotografieren.

Doch ein richtig atemberaubender Glückstreffer gelang ihr dabei erst, als sie schon auf dem Rückweg im Auto saß und das Morgenlicht durch die Baumkronen flackerte. „Die Sonnenstrahlen schienen wie eine Kathedrale aus Licht“, schwärmt Ralla, „da musste ich einfach raus aus dem Auto und stand mitten auf der Straße mit meiner Kamera“.

Hinter so einem Foto stecken oftmals viele Stunden Arbeit. Dabei findet man Annette Ralla nicht nur in der freien Wildbahn hinter der Linse. Ihr Schreibtisch ist als zweite Kreativstätte ebenso wichtig. „Manchmal sitze ich stundenlang am PC an einem Bild, um vom Licht her die richtige Stimmung zu bekommen.“

Inspiration findet sie in Reise- und Natursendungen: „Dann sehe ich, das ist ‘ne super Ecke, da fährst du hin.“ Und mit der Idee im Kopf geht es direkt an die Recherche: Google Earth, Sonnenstandanzeiger und Wettervorhersage sind dabei die besten Helfer.

Am KiM-Festival nimmt Annette Ralla schon zum zweiten Mal teil. Sie wird hochwertige Spezialdrucke ihrer Arbeiten präsentieren. Die Fotoreihe steht ganz im Zeichen von Wolken und Meer und dürfte sicherlich die Sehnsucht nach Urlaub an der Küste wecken.

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