Kunst in Mecklenbeck Vielseitig und experimentierfreudig

Münster-Mecklenbeck -

Vom 15. bis 17. September geht im Bürgerzentrum Hof Hesselmann die Neuauflage des Festivals „Kunst in Mecklenbeck“ über die Bühne. Zu den Kunstschaffenden, die dabei ihre Werke präsentieren, zählt auch die Mecklenbeckerin Inge Hilgemann.

Von Thomas Schubert
Vielseitig: Inge Hilgemann wird beim KiM-Festival im Hof Hesselmann unter anderem dieses in Schütttechnik entstandene experimentelle Bild und natürlich diverse Steinskulpturen präsentieren.
Vielseitig: Inge Hilgemann wird beim KiM-Festival im Hof Hesselmann unter anderem dieses in Schütttechnik entstandene experimentelle Bild und natürlich diverse Steinskulpturen präsentieren. Foto: sch

Auch wenn es vermutlich deutlich darüber hinaus geht – Inge Hilgemann versteht ihr künstlerisches Schaffen nach eigenem Bekunden als Hobby. Sicher ist, dass sich die Mecklenbeckerin sowohl der Malerei als auch der Anfertigung von Skulpturen widmet: Vielseitigkeit ist der 74-Jährigen zu eigen. Vom 15. bis 17. September wird sie zu den Künstlern zählen, die beim Festival „Kunst in Mecklenbeck“ (KiM) im Bürgerzentrum Hof Hesselmann eine Auswahl ihrer Werke präsentieren.

Seit einem Vierteljahrhundert befasst sich Inge Hilgemann mit der Kunst. „Alles fing damit an, dass ich einen Kursus Aquarellmalerei in der Volkshochschule besuchte“, sagt sie. Das war im Jahr 1992. Fortan ließ sie die Freude an künstlerischer Betätigung nicht mehr los: Sie wurde Schülerin der Niederländerin Addy Bliek. Mit der Kunstschaffenden und -lehrerin aus der Provinz Zeeland ist sie mittlerweile auch gut befreundet. Gemeinsam wollen sie in dieser Woche die münsterische Skulpturenausstellung besuchen.

Darüber hinaus hat Inge Hilgemann schon zehn Mal an der renommierten Borgholzhausener Sommerakademie für Künstler teilgenommen und dort während der jeweils dreiwöchigen Dauer diverse Lehrgänge besucht: Acryl- und Ölmalerei, experimentelles Malen, Steinbildhauerei, das Schmieden von Skulpturen mit Feuer und Eisen sowie das Anfertigen von Betonskulpturen. All das zieht sich wie ein roter Faden durch ihr künstlerisches Schaffen, in dem sie kontinuierlich nach neuen Herausforderungen sucht.

„Früher habe ich Blümchen und Landschaften gemalt, das mache ich jetzt nicht mehr“, sagt die Mecklenbeckerin. Mittlerweile habe sie sich der experimentellen Malerei und dem Anfertigen von Skulpturen aus Alabaster und Speckstein verschrieben. Sie genießt es, mit bunten Farben und diversen Materialien wie Sand, Seide, Papier und Holz Bilder zu erstellen, die meist keine Namen haben und von der Gegenständlichkeit losgelöst sind. Dabei arbeitet sie mit verschiedenen Techniken: Mal werden Farben intuitiv auf die Leinwand geschüttet, mal bedient sie sich einer speziellen Abdruck- beziehungsweise Abtupfmethode. So manches, was dabei herauskommt, erhält mit weiterer künstlerischer Bearbeitung den letzten Schliff.

Schleifen und Polieren muss Inge Hilgemann, wenn sie ihre Steinskulpturen fertigt. So, wie es bei den Bildern der Fall ist, entstehen diese ohne vorgegebene Motive, entwickeln sich quasi im Schaffensprozess. Bearbeitete die Mecklenbeckerin vor einiger Zeit noch Sandstein, so hat sie längst ein Faible für Alabaster und Speckstein, die sie in ihrer „Bildhauerhütte“ im heimischen Garten am Canisiusweg liebevoll zu Kunstobjekten gestaltet.

Das Hobby bereite ihr Spaß. Sie arbeite „nach Lust und Laune“, sagt Inge Hilgemann. Es gebe Tage, an denen sie sich von morgens bis abends mit ihrer Kunst beschäftige. Es könne aber auch Phasen geben, in denen sie zwei Woche lang weder Pinsel noch Werkzeug in die Hände nehme.

Am Festival „Kunst in Mecklenbeck“ hat sich Inge Hilgemann seit dem Jahr 2007 wiederholt beteiligt. Bei der Neuauflage im September wird sie zum fünften Mal mit von der Partie sein und interessierten Besuchern dabei Einblick in ihr vielseitiges Hobby geben.

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