„Tag des offenen Denkmals“ Blick in historische Gebäude

Münster-West -

Auch in Roxel und Mecklenbeck werden am Denkmalstag (10. September) altehrwürdige Sehenswürdigkeit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht: der Spieker von Haus Kump und der ehemalige Rittersitz Haus Brock.

Von Thomas Schubert
Die idyllische Hofanlage von Haus Brock in Roxel wird am „Tag des offenen Denkmals“ für die Öffentlichkeit geöffnet und im Rahmen von Vorträgen präsentiert.
Die idyllische Hofanlage von Haus Brock in Roxel wird am „Tag des offenen Denkmals“ für die Öffentlichkeit geöffnet und im Rahmen von Vorträgen präsentiert. Foto: Paul Ottmann

Das Programm ist vielfältig, kostenlos und zudem noch hochinteressant: Am 10. September wird im Rahmen der „European Heritage Days“ auch in Münster zum „ Tag des offenen Denkmals eingeladen. Jung und Alt können sich dabei mit einer Vielzahl von historischen Gebäuden rund um die Stadt vertraut machen. Auch in Mecklenbeck und Roxel lädt die Stadt Münster dazu ein.

Als besonderes Schmuckstück wird am Denkmaltag einmal mehr der Speicher von Haus Kump (Mecklenbecker Straße 252) der inter­essierten Öffentlichkeit präsentiert. Bei dem im Jahre 1549 erbauten, Ende der 1970er-Jahre und später im Rahmen eines EU-Projektes restaurierten Spieker soll es sich um das älteste bäuerliche Gebäude Münsters handeln. Es weist eine außergewöhnliche architektonische Grundkonstruktion auf und ist nicht nur ein Denkmal, sondern auch ein Ausstellungsort: Im Speicher ist eine Ausstellung zur Gebäudesanierung mit ökologischen Baustoffen zu finden.

Am „Tag des offenen Denkmals“ kann der Speicher von Haus Kump in der Zeit von 13 bis 17 Uhr besichtigt werden. Darüber hinaus wird es unter der Überschrift „Repräsentieren und verwalten im Saal“ um 13.30 sowie um 15 Uhr zwei Vorträge zur Bedeutung des Mecklenbecker Hofdenkmals geben. Sie werden von Hamlet Schöpgens gehalten.

Ebenfalls in Mecklenbeck findet am Denkmaltag um 15 Uhr ein Vortrag zum Thema „Spurensuche“ statt. Ortshistoriker Karlheinz Pötter wird im Bürgerzentrum Hof Hesselmann (Am Hof Hesselmann 10) Interessierte über die Einflüsse des Fürstbischofs Christoph Bernhard von Galens in Mecklenbeck unterrichten.

In Roxel richtet sich das Interesse am 10. September ganz gezielt auf den alten Gräftenhof Haus Brock (Haus Brock 27) am westlichen Rand des münsterischen Ortsteils. Das Hofensemble weist zwei als Denkmal eingestufte Gebäude aus dem 17. Jahrhundert und Reste einer alten Gräfte auf.

Haus Brock war über etliche Jahrhunderte hinweg im Besitz verschiedener Erbmännerfamilien – angefangen von der Familie Travelmann im 14. Jahrhundert bis zur Familie der Droste zu Hülshoffs, die das Gehöft im Jahre 1859 erwarb. Erhalten geblieben sind der Eckpavillon des Herrenhauses und das Torhaus.

Dr. Gunnar Teske vom Vorstand des Roxeler Heimat- und Kulturkreises wird um 15.30 Uhr an Ort und Stelle unter der Überschrift „Zur Zeit des 30-jährigen Krieges erbaut“ Einblick in die Geschichte des einstigen Rittersitzes geben. Parallel dazu werden Studierende der Fachrichtung „Bauen im Bestand“ die Besucher über das Thema „Geschichte, Aufmaß und Ideen für die Zukunft des Torhauses“ informieren.

Wer Haus Brock per Leeze besuchen möchte, dem wird im Rahmen des Denkmaltags eine Fahrradtour angeboten. Sie startet um 15 Uhr am Turmportal der Roxeler St.-Pantaleon-Kirche (Pantaleonstraße 6). Große und kleine Leezenritter sind dazu willkommen.

 

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