Sporthalle trocknet nur langsam Sporthalle West nasser als bislang angenommen

Münster-Kinderhaus -

Nach dem Wasserschaden vom 12. Dezember ist die Sporthalle der Grundschule West gesperrt: Um den Sportboden zügig zu trocknen, werde jetzt zusätzlich zur vorhandenen Fußbodenheizung eine Unterflurtrocknung zugeschaltet.

Von Katrin Jünemann
Die Trockner in der Sporthalle laufen weiter.
Die Trockner in der Sporthalle laufen weiter. Foto: kaj

Die Sporthalle der Grundschule Kinderhaus West wird kontinuierlich getrocknet. Am Abend des 12. Dezember war es nach starkem Regen zu einem Wassereinbruch mit weitreichenden Konsequenzen gekommen: Die Halle ist seither für den Schulsport und viele Vereinssport-Gruppen vorerst bis zum 7. Januar gesperrt.

Die Stadt Münster hatte sofort reagiert und noch in der Nacht eine Firma gefunden, die aktiv wurde. Berthold Robers , beim Amt für Immobilienmanagement zuständig für die Gebäude-Nutzerbetreuung, kümmert sich um den Wasserschaden.

Wie die Messungen zeigten, sei doch mehr Wasser in den Boden eingedrungen als angenommen, sagte Berthold Robers am Freitag. Um den Sportboden zügig zu trocknen, werde jetzt zusätzlich zur vorhandenen Fußbodenheizung eine Unterflurtrocknung zugeschaltet. „Beides in einem möglichst ausgewogenen Verhältnis, damit es nicht zu thermischen Konstruktionsspannungen und zur Zerstörung der Unterkonstruktion des Hallenbodens kommt“, erklärt Robers.

Damit die Entwässerung der Dachfläche keine neuen Probleme aufwirft und über die Feiertage sichergestellt ist, sei ein Fallrohr per Entlastungsschnitt vom problematischen Grundleitungsnetz abgekoppelt worden, erläutert der Fachmann.

Außerdem wird erforscht, wie es zu dem Wassereinbruch kommen konnte, ob etwa Abläufe oder Leitungen verstopft sind. Eine Möglichkeit, das herauszubekommen, bietet zum Beispiel eine Kamerabefahrung der Grundleitungen. Dabei können „Defekte im Wandungs- und Muffenbereich, Versandungen und Fremdkörper“, so der Fachmann, aufgespürt werden. Es biete sich „gegebenenfalls die Möglichkeit zur Spülung und Fräsung der Leitungen, Beseitigung kleinerer Baumwurzeleinschlüsse und Rückstände“. Die Ergebnisse der Untersuchung könnten zur Schaffung alternativer Ableitungswege der Entwässerung führen, falls erforderlich.

Wie Berthold Robers am Freitag berichtete, werde laut Aussage der Trocknungsfirma die weitere Zwangstrocknung auf jeden Fall noch bis zum 7. Januar dauern. Robers: „Die Messergebnisse sprechen hier eine eindeutige Sprache.“

Zurzeit sei noch nicht abzusehen, ob die Zeit zum Trocknen ausreiche oder ob die Halle eventuell länger gesperrt bleiben müsse.

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