Tempo 30 kommt Tempo 30 am Schulzentrum

Münster-Kinderhaus -

Vom Rektoratsweg bis kurz vorm Kreisel an der Kristiansandstraße gilt schon bald Tempo 30. Die Anweisung zur Aufstellung der Schilder sei unterschrieben, berichtete am Dienstag Burkhard Pivl vom Ordnungsamt.

Von Katrin Jünemann
Tempo 30 gilt bald auch auf der Kristiansandstraße am Kinderhauser Schulzentrum: Dort überqueren täglich rund 1000 Schüler die Straße. Die Kinderhauser Politiker Ralf Kiewit (Grüne), Michael Kleyboldt und Thomas Kollmann (beide SPD) begrüßen die Regelung, die sie auch als Mitglieder der Bürgerinitiative anstrebten und ab 2014 politisch gemeinsam verfolgen.
Tempo 30 gilt bald auch auf der Kristiansandstraße am Kinderhauser Schulzentrum: Dort überqueren täglich rund 1000 Schüler die Straße. Die Kinderhauser Politiker Ralf Kiewit (Grüne), Michael Kleyboldt und Thomas Kollmann (beide SPD) begrüßen die Regelung, die sie auch als Mitglieder der Bürgerinitiative anstrebten und ab 2014 politisch gemeinsam verfolgen. Foto: kaj

Wer die Situation am Kinderhauser Schulzentrum kennt, weiß, wie wichtig insbesondere morgens eine aufmerksame Fahrweise ist. Über 1000 Schüler von Gymnasium, Realschule und Grundschule strömen jeden Tag ins Schulzentrum: Fast alle überqueren dabei die Kristiansandstraße. Direkt am Anfang der Von-Humboldt-Straße liegt zudem die Kita Kinderhaus, die inzwischen auch eine kleine Dependance gegenüber im Wohn- und Geschäftshaus des erweiterten Zentrums hat.

Dass vorm Schulzentrum an der Kristiansandstraße jetzt Tempo 30 kommt, freut zum Beispiel Thomas Kollmann , der mit mehreren Mitstreitern Anfang 2013 eine Bürgerinitiative gründete, die sich für mehr Sicherheit im Umfeld der Straßen des Kinderhauser Zen­trums starkmachte. Anlass waren damals mehrere Unfälle im Umfeld der Kreisel. 550 Unterschriften kamen für dieses Anliegen zusammen. Die Bürgerinitiative gibt es immer noch. Viele Verbesserungen sind realisiert worden – dank des Zusammenspiels von Bezirksverwaltung, Stadtverwaltung und Politik.

So ist beispielsweise die 50 000 Euro teure Mittelinsel in Höhe des Rewe-Markts an der Westhoffstraße gebaut worden: Dort können Radfahrer aus Richtung Idenbrockweg und Eimermacherweg die Westhoffstraße überqueren. Das Dialog-Display auf der Kinderbach-Brücke am Burloh wurde aufgestellt. Leider funktioniert es seit Mitte September nicht mehr.

Tempo 30 zwischen den beiden Kreiseln kam und blieb – statt wie ursprünglich vorgesehen, am Ende der Baumaßnahmen im erweiterten Zentrum aufgehoben zu werden.

An der nördlichen Ausfahrt des neuen Zentrums-Parkplatzes war die Sicht beim Ausfahren schlecht: Der Vorschlag der Bürgerinitiative, einen Parkplatz auf dem Parkstreifen der Westhoffstraße für ein Plus an Sicherheit aufzugeben, wurde realisiert.

Zudem entstand an dieser Ausfahrt in Richtung Burloh-Kreisel der Fahrbahnteiler.

SPD und Grüne hatten im Mai 2015 die Verwaltung gebeten zu prüfen, ob es möglich sei, auf der Westhoffstraße zwischen Burloh-Kreisverkehr und Abzweig Wilkinghege Tempo 30 einzuführen. Die Antwort der Verwaltung Anfang 2016: Es gehe nicht, Tempo 30 könne auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen nicht angeordnet werden. Die Westhoffstraße ist eine Kreisstraße.

Am 14. Dezember 2016 ist eine Verordnung der Bundesregierung zur Straßenverkehrsordnung in Kraft getreten. Die Behörden müssen künftig nicht mehr nachweisen, dass sensible Stellen wie etwa Straßen vor Kitas und Schulen Unfallschwerpunkte sind.

Zurzeit werde durch die Verwaltung mit Beteiligung der Feuerwehr geprüft, ob auf der Westhoffstraße ab Kreisel in Richtung Wilkinghege Tempo 30 möglich sei, bestätigte am Dienstag Nadine Krieger vom Ordnungsamt. Denn an der Westhoffstraße befindet sich die Heilpädagogische Tagesgruppe der Diakonie. Auf welchem Abschnitt der Westhoffstraße Tempo 30 gelten könnte, sei zurzeit noch nicht klar, so Nadine Krieger.

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