Aktion Solidarität in Kinderhaus
80 Pakete erreichen bis Weihnachten ihre Empfänger

Münster-Kinderhaus -

Seit über fünf Jahren übernimmt der Chor „Feelstimmig“ die Organisation der Aktion „Solidarität in Kinderhaus” für die Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef. Auch in diesem Jahr beteiligten sich wieder rund 80 Spender an der ungewöhnlichen Gemeinde-Aktion.

Sonntag, 17.12.2017, 17:12 Uhr

Innerhalb von zwei Stunden wurden rund 80 Pakete bei (v.l.) Marlen Sanders, Ulrike Konerding, Anne Lemke und Patrick Zeni für die Aktion „Solidarität in Kinderhaus” abgegeben.
Innerhalb von zwei Stunden wurden rund 80 Pakete bei (v.l.) Marlen Sanders, Ulrike Konerding, Anne Lemke und Patrick Zeni für die Aktion „Solidarität in Kinderhaus” abgegeben. Foto: cro

Bereits eine Stunde, nachdem die Mitglieder des Chores „Feelstimmig” die Türen des Pfarrzentrums St. Josef geöffnet hatten, war ein Großteil der Geschenke da.

Schon seit über fünf Jahren übernimmt der Chor die Organisation der Aktion „Solidarität in Kinderhaus” für die Kirchengemeinde St. Marien und St. Josef. Auch in diesem Jahr beteiligten sich wieder rund 80 Spender an der ungewöhnlichen Gemeinde-Aktion.

„Familien oder Menschen, die bedürftig sind, werden durch diese Aktion unterstützt und bekommen so ein Weihnachtsgeschenk”, erklärte Ulrike Konerding , Mitglied des Chores und Mitorganisatorin der Spenden-Aktion. „Anonym melden sich Menschen beim Begegnungszentrum Sprickmannstraße, der Diakonie Migrationsberatung, dem Sozialbüro oder der Kinderhauser Arbeitslosen-Initiative”, so die Mitorganisatorin weiter.

Und genau so anonym werden die Pakete gepackt. „Weder der Spender noch der Beschenkte weiß, wer sich hinter dem Paket verbirgt.”

Allerdings werden schon ein paar Informationen preisgegeben: beispielsweise, ob Kinder in der Familie sind oder wie alt die Kinder sind.

„Es ist ganz toll, wie hilfsbereit die Menschen sind”, freute sich Konerding. Dabei hätten die meisten, die Hilfe brauchten, gar keine Wünsche: „Zumindest werden die nicht oft geäußert.” Häufig werden Naturalien verschenkt. Aber auch Kinogutscheine oder Hygieneartikel für große Familien seien sehr beliebt. „Jeder entscheidet selbst, wie viel er in das Paket investieren möchte, da machen wir keine Vorgaben”, erklärte sie.

Denn in erster Linie gehe es um das Zeichen, das man setzen möchte: Man nehme Anteil daran, wie es anderen Menschen gehe.

Bis Weihnachten werden nun die bunten Päckchen verteilt. „Wenn man mal einen Beschenkten nicht antrifft, dann fährt man ein zweites Mal hin. Das Paket soll ganz sicher an sein Ziel kommen”, unterstrich Ulrike Konerding.

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